7-Tage-Rückblick
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Erfahrungsaustausch
Händlerverband informiert ausscheidende BMW-Betriebe
von Niko Ganzer und Tobias Kut
Der Verband Deutscher BMW Vertragshändler (VDB) hat am vergangenen Dienstag eine Informationsveranstaltung für Vertragsbetriebe durchgeführt, denen der Hersteller zum 1. Oktober keinen neuen Vollvertrag mehr anbieten wird. Wie der Verband mitteilte, lag der Schwerpunkt der Veranstaltung auf der Beantwortung und Diskussion konkreter Fragen der ausscheidenden Vertragspartner. Besonderes Interesse habe dabei den Erfahrungen der schon länger als reiner Servicebetrieb aktiven Unternehmer gegolten. Mit der Veranstaltung sei das Ziel erreicht worden, einen direkten Informationsaustausch zwischen den teilnehmenden Servicebetrieben anzustoßen. Darüber hinaus biete der VDB in seinem Intranet den Mitgliedern die Möglichkeit, sich in Foren untereinander auszutauschen und Probleme zu diskutieren. Der VDB machte die Veranstaltung wohl auch deshalb publik, weil ein einzelner BMW-Händler derzeit Versuche unternimmt, einen eigenen Arbeitskreis für aus dem Netz scheidende Betriebsinhaber zu gründen. Mit einem entsprechenden Aufruf hatte dieser sich auch an AUTOHAUS gewandt (mehr dazu in AUTOHAUS 6). Der Arbeitskreis möchte nach eigenem Bekunden verhindern, dass Nachteile durch mangelnde Information entstehen. Dieser Aufruf hatte beim VDB für Irritationen gesorgt. BMW-Sprecher Alexander Bilgeri hatte sich bereits Anfang der Woche gegenüber AUTOHAUS Online skeptisch gezeigt, dass der Aufruf große Resonanz erhalten wird. Denn die Nichtverlängerung des 2003 abgeschlossenen, auf fünf Jahre befristeten Vertrags betrifft nach seinen Angaben etwa 30 Betriebe. "Es handelt sich um eine normale Anpassung des Netzes", sagte Bilgeri. Alle betroffenen Unternehmer könnten sich selbstverständlich um einen Servicevertrag bewerben. Doch in zahlreichen Gesprächen zwischen Hersteller und den Inhabern hätten sich auch schon andere Lösungen, wie die Übernahme einiger Betriebe durch einen anderen Vollhändler angedeutet. "Kaum Gesprächsbedarf" Bilgeri betonte, dass BMW kaum Gesprächsbedarf hinsichtlich der Abwicklungsmodalitäten der auslaufenden Verträge sehe, denn "alle entscheidenden Fragen" seien bereits in dem vor fünf Jahren abgeschlossenen Vertrag geregelt. Dagegen will der Organisator des Arbeitskreises nach eigenem Bekunden juristische Details wie Ausgleichszahlungen oder den Weiterverkauf von Adressen beleuchten – unabhängig davon, ob ein Händler ganz ausscheiden oder als Servicepartner aktiv bleiben wird.
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