Freitag, 25.05.2012
29.04.2009
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BMW-Handelsnetz

Hakvoort kauft Hanko

Die Autohandelsgruppe Hakvoort übernimmt mit Wirkung zum 1. Mai den rheinland-pfälzischen BMW-Händler Hanko. Der Geschäftsführer von Hanko, Ralf John, gibt seine bisherige Stellung auf und übergibt die Leitung an Frank Hakvoort. Wie John betonte, werde sich für die Mitarbeiter nichts ändern. "Hanko wurde mit Haut und Haaren gekauft", erklärte er am Mittwoch gegenüber AUTOHAUS Online. Es handle sich in erster Linie um einen Eigentümerwechsel. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Hanko verfügt derzeit über vier Standorte in Andernach, Dierdorf, Koblenz und Neuwied. Bis zur Übergabe an Hakvoort gehören diese noch zu der auf Stahlhandel spezialisierten Unternehmensgruppe Carl Spaeter. Diese hatte nach Angaben von John bereits Ende 2005 angekündigt, sich künftig aus dem Autohandel zurückziehen zu wollen. Als Käufer wurde ein mittelständisches Unternehmen mit einer ähnlichen Kultur und Philosophie gesucht. Deshalb entschied sich Spaeter für das Familienunternehmen Hakvoort als neuen Eigentümer. Auch weil dieses bereits über viele BMW-Häuser verfügte. Die Gespräche im Vorfeld zogen sich über eineinhalb Jahre hin. Zu den Geschäftszahlen sagte John, dass er bei seinem Amtsantritt als Hanko-Geschäftsführer 27 Mitarbeiter leitete, die einen Umsatz von etwa zehn Millionen Euro im Jahr erwirtschafteten. Heute verfügt der Händler über 165 Mitarbeiter und verzeichnete 2008 Erlöse von 65 Millionen Euro. Das erste Quartal schloss der BMW-Vertriebspartner mit einer Umsatzrendite von 1,1 Prozent ab und verkaufte 394 Neuwagen. Dieser Umsatz hätte laut John aber nicht gereicht, um innerhalb des Stahlkonzerns Spaeter den Automobilhandel in eine starke Sparte zu wandeln. Auch wenn John als Geschäftsführer von Hanko ausscheidet, bleibt er zunächst weiterhin bei der Spaeter Gruppe angestellt. Sein Geschäftsführervertrag bei dem Unternehmen laufe "noch bis ins nächste Jahrzehnt." Ob ein Namenswechsel folgt, ist noch unklar. Bei Hakvoort wollte man weder Angaben zum Inhaberwechsel noch zu den eigenen Unternehmensdaten machen. Die Gruppe ist bisher im Westen Nordrhein-Westfalens mit neun Filialen zwischen Bonn und Münster vertreten. (av)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

29. April 2009 19:58
Striker meint:
Uns schon erklärt sich wie von selbst, warum Herr John erst vor einigen Wochen in Nürnberg beim puls Automobilkongress derart "offen" den ihm verbundenen Hersteller BMW kritisiert hat. Nun braucht er keine Verfolgung mehr fürchten, das war also reines ABreagieren un d hatte mit Mut nichts zu tun. Schade, ich dachte, da zeigt einer Rückgrat, statt dessen hat er (sicher berechtigterweise) nur nachgetreten.

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