Frage der Woche: Handel baut auf Hersteller-Hilfe

27.10.2008 07:27 Uhr
© Foto: ZDK

Nachdem die ersten Hersteller ihren Händlern Hilfsprogramme anbieten, fragte AUTOHAUS Online seine Leser in der vergangenen Woche, ob sie diese Entwicklung befürworten. Das Votum fiel eindeutig aus.

Angesichts der angespannten Lage im Handel bietet nach VW nun auch Mercedes-Benz seinen Händlern ein konkretes Hilfsprogramm an. In der vergangenen Woche fragte AUTOHAUS Online seine Leser: Befürworten Sie diese Entwicklung? Das Votum der teilnehmenden Leser fiel eindeutig aus: 77,4 Prozent begrüßen den Schritt der Hersteller. Sie sind der Meinung, ohne Hilfsprogramme des Herstellers kann der Handel nicht überleben. Rund 20 Prozent der Teilnehmer vertreten die gegenteilige Meinung. Ihrer Ansicht nach ist jeder Händler unternehmerisch selbst verantwortlich – auch in Krisenzeiten. Knapp drei Prozent der insgesamt rund 1.600 Stimmen hatten keine Meinung zum Thema. (AH) Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Diskutieren Sie mit den Lesern von AUTOHAUS Online und schicken Sie uns Ihren Kommentar. Sie finden die Funktion dazu unter diesem Artikel.

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

unbekannt

27.10.2008 - 18:18 Uhr

Wenn sich jeder (große) Händler endlich bewußt machen würde, dass er mehr Geld verdienen könnte, wenn er und alle anderen weniger Rabatte geben, könnte das ein erster Weg aus der Krise sein - ohne Hilfe des Herstellers. Was wird passieren, wenn der Hersteller hilft? Es werden mit dessen Geld noch mehr Rabatte angeboten werden - natürlich von allen, die die Hilfe erhalten haben. Ergebnis: es wird sich nichts verbessern! Leider.


Autohans

28.10.2008 - 10:45 Uhr

Genau hier liegt die Krux. Man schaue nur auf den US-Markt, dort wird schon seit Jahren das Geschäft mit Hilfe der Hersteller "belebt". Ergebnis: Schwindeleregende Nachlässe und subventionierte Restwerte die nun ein Zusammenbrechen des Marktes beschleunigen. Alle Händler, Große und Kleine, sollten sich hier mal zusammen raufen. Die Hersteller können keine Vorgaben in der Preisgestaltung machen, aber wenn sich regional die Händler mündlich abstimmen und dann auch knallhart dran halten, dann lässt sich in Zukunft im Neuwagenhandel auch wieder Geld verdienen. Wenn ein sehr Preissensibler Kunde vorm Verkäufer steht, dann kann er ihm als "Schnäppchen" ja einen Vorführwagen oder Werksdienstwagen zu günstigeren Konditionen anbieten (hatten wir schon mal - so bis 2001/2002, da gab es, zumindest im Premiumbereich, bei Neuwagen nur Einstellige Nachlässe gegeben und die sogenannten Dienstwägen gingen mit maximal 20% - teilweise reichten auch 15 - über den Ladentisch). Hier sehe ich für die nahe Zukunft keine großen Änderungen. Es werden bis 2011/2012 noch einige "kleine" Handelsbetriebe aufgeben müsssen, bis dann die "Großen" den Markt beherrschen und die Preisschraube nach unten geht. Die Hersteller müssen nur dafür sorgen, das ihr Servicenetz erhalten bleibt. Mit den besten Wünschen für einen Halbwegs ordentlichen Jahresausklang für den deutschen Neuwagenhandel verbleibt aus dem Süden der Republik euer Autohans.


unbekannt

28.10.2008 - 13:59 Uhr

Die Krux liegt wirklich nur beim Handel! Gibt er weniger Nachlass, so werden die Hersteller über kurz oder lang die Margen kürzen. Reicht er es durch wird sich an seinem Status nichts ändern. Nicht der Hersteller gibt d´den Weg vor, sondern die Händler. Das muss aber zuallerst der Handel begreifen! Wenn es dem Hersteller so leicht fiele, neue Händler in der MArktbeobachtung zu finden, dann wäre doch so mancher Händler gar nicht mehr da!


HR

29.10.2008 - 11:49 Uhr

Das ruinöse Rabattniveau liegt sicher nicht daran, dass Händler mit Rabatten haussieren gehen und es schon reichen würde wenn "man sich zusammenrauft". Unterschiedliche Verkaufsunterstützungsmaßnahmen und dann noch die Effekthascherei der Medien nach hohen Rabatten, verhindern gemeinsame Wege. Warum der Handel dringend Unterstützung der Hersteller braucht, was meine Meinung ist, ist auch der Grund, dass man jahrelang viel zu hohe Investitionen bei ständig sinkenden Erträgen eingefordert hat und dadurch die Eigenkapitaldecke eines jeden Handelsbetriebes vernichtet hat. Investitionen vor allem in Standards ohne jeglichen ROI!!!!!!!!!!Dem Kunden ist es letztendlich nämlich völlig egal, ob er auf Holzboden oder hellen oder dunklen Fliesen zu seinem Verkäufer oder Serviceberater läuft. Er will gut und günstig und zuverlässig bedient werden!!!! Darüber sollten die Hersteller nun nachdenken und von völlig irrelevanten Standard- oder Abnahmeforderungen absehen. Lagerfahrzeuge müssen beim Hersteller sehen und nicht vom Handel teuer finanziert werden. Dies allein wäre schon eine große Unterstützung.


Lothar Heydasch

20.01.2009 - 07:13 Uhr

Nicht nur die Hersteller sind gefragt,sondern auch die Hersteller Banken. Hier werden in Zeiten der Krise, Linien gekürzt und somit bleibt dem handel keine Möglichkeit zu aggieren sondern nur noch zu reagieren. Die Hausbanken machen auch dicht und somit ist der Händerler nicht mehr fähig zu handeln. Da muss dringend was getan werden!


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.