Freitag, 25.05.2012
15.12.2008
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Medienberichte

Handelsgruppen schließen Standorte

Bei der Bochumer Lueg Gruppe und der Kittner Gruppe mit Sitz in Lübeck stehen offenbar Standortschließungen bevor. Nach Informationen der "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (Donnerstag) plant Lueg drei Standorte mit rund 80 Beschäftigten aufzugeben. Demnach seien die Betriebe in Marl, Gladbeck und Gelsenkirchen betroffen, berichtet das Blatt. "Uns hat die Absatzkrise in der Automobilbranche regelrecht überrollt", sagte der Betriebsratschef Horst Kampmeier der Zeitung. Lueg-Chef Jürgen Tauscher wollte die Schließungen nicht bestätigen, räumte jedoch entsprechende Überlegungen ein. Außerdem kündigte er die Streichung von Stellen an: "Es wird einen Personalabbau in der Größenordnung zwischen 100 und 130 Stellen geben." Der Abbau beziehe sich allein auf die Mercedes-Sparte mit derzeit 1.070 Beschäftigten, erklärte er. Bei der norddeutschen Kittner-Gruppe stehen laut einem Bericht der Lokalpresse zwei Standortschließungen bevor. Demnach werde das Travag-Autohaus in Lübeck sowie das Opel-Haus Neustadt stillgelegt, berichten die "Lübecker Nachrichten" (Onlineausgabe) unter Berufung auf die Geschäftsführung. Ein Großteil der 20 Angestellten und acht Auszubildenden des Travag-Hauses sollen im örtlichen Volkswagen-Zentrum weiterbeschäftigt werden, berichtet das Blatt. Die Fahrzeuge des Standortes Neustadt sollen im Autohaus Hansa in Eutin verkauft werden. Dorthin werden auch fünf Mitarbeiter übernommen, fünf weiteren würde gekündigt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Gewerksschaftsvertreter. Der Geschäftsführer der Kittner Gruppe, Peter Weis, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (tk)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

16. Dezember 2008 09:00
Striker meint:
Ist das erst der Anfang? In der allgemeinen Wahrnehmung hat die Krise immer "nur" einzelne Autohäuser oder kleinere Gruppen ereilt, die Großen schienen noch still zu halten. Gespräche mit Händlern lassen erkennen, dass zwar allen der Ernst der Lage bewusst ist. Dennoch sehen viele gerade auf der Kostenseite kaum noch Handlungsmöglichkeiten. Dabei liegt da durchaus noch Potential, gerade im Bereich der Prozesskosten. Damit meine ich nicht unbedingt die, die durch Hersteller verursacht und vorgegeben werden.

Aber es muss z. B die Frage erlaubt sein, warum es sich über 600 Markenbetriebe leisten, Vertragswerkstatt der HUK zu sein? Warum setzen die Betriebe hier nicht auf andere, eigene Lösungen? Warum wird nicht endlich damit begonnen, das ertragreiche Schadengeschäft zukunftssicher aufzustellen?
Oder z. B. die Gebrauchtwagengarantie?! Warum verschenken hier immer noch die meisten Händler Geld, indem sie Policen von GW-Versicherern für lausige Provisionen vermarkten? Eigengarantie ist heutzutage so einfach wie nie abzuwickeln, stärkt die eigene Liquidität und die Kundenkontakte!
Warum stellen sich Markenhändler in Sachen Finanzierung/Leasing nicht breiter auf? Neben die Herstellerbank gehört auch immer eine freie Bank, die innovativ ist und gute Konditionen bietet.
Weshalb werden Ersatzteile ausschließlich beim Hersteller bezogen? Warum wird eine eigene Autovermietung nicht professioneller gemanagt?
Fragen über Fragen, aber jde Antwort könnte ein klein wenig dazu beitragen, besser und erfolgreicher zu werden.

Allerdings setzt all das immer voraus, dass die Menschen in den Betrieben auch willens und in der Lage sind, mit Kunden (=Menschen) umzugehen, auf diese einzugehen, Vertrauen zu schaffen. Ohne das funktioniert auch der Rest nicht.

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