12.07.2010
Die Automobilindustrie hofft auf bessere Zeiten. Vor allem die boomenden Märkte in Asien und der Trend zu alternativen Antrieben sollen es richten.
Frage der Woche
Hat das Auto eine große Zukunft?
Die Automobilindustrie hofft auf bessere Zeiten. Vor allem die boomenden Märkte in Asien und der Trend zu alternativen Antrieben sollen es richten. "Die beste Zeit des Autos kommt noch", machte Dieter Zetsche unlängst Mut. "Nicht trotz, sondern wegen des Umbruchs in unserer Branche." Es gelte, die Chancen zu nutzen, die die neuen Absatzmärkte und die Umweltaspekte böten.
AUTOHAUS Online wollte in der letzten Woche von seinen Lesern wissen, ob sie Zetsches Optimismus teilen oder nicht. "Ja, auf die Autoindustrie warten goldene Zeiten", meinte die Mehrheit von 56 Prozent der Umfrageteilnehmer.
Ein knappes Drittel (31 Prozent) der User wollte sich dieser Meinung nicht anschließen und befand, das Auto sei das Auslaufmodell der zukünftigen Mobilität. Keine Meinung hatten 13 Prozent. Insgesamt wurden 1.969 Stimmen abgegeben. (AH)
Wie lange wird der Boom vor allem in Asien anhalten? Welches Potenzial bieten die alternativen Antriebe vorerst wirklich? Schreiben Sie uns einen Kommentar! Sie finden die Funktion wie gewohnt unterhalb des Artikels.
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(Foto: mamarone / pixelio.de)
13. Juli 2010 13:43
E. Kühlwetter (wallibelli) meint:
Sicher hat das Auto eine große Zukunft. Wir stehen vor der Motorisierung von 1.3 Mia. Chinesen, weiteren hunderten Millionen
Asiaten in anderen Ländern und ein paar Jahre später auch noch über 1 Mia. Inder. Dagegen sind die gesättigten Märkte in EU, USA und Japan Penauts.
Es werden aber nicht die großen MB - Modelle sein, die diese Märkte mittelfrisitg benötigen. Sondern umweltgerechte, öekonomische und kleinere Fahrzeuge für Ballungsgebiete mit zweistelligen
Millioneneinwohnern.
China stöhnt schon heute über die Autoflut mit ihrem Platzbedarf
und Emissionen in den Großzentren. Restriktionen und einschränkende Vorgaben seitens des Staaatsapparats stehen kurz bevor. Für den indischen Markt haben europäische Anbieter derzeit noch gar keine eigenen Konzepte und Angebote. Hier werden zunächst erst Kooperationen eingegangen (S. VW/Suzuki), bevor größere eigene Engagements erfolgen. Indien braucht erst mal eine autogerechte Infrastruktur, um für hiesige Autohersteller interessant zu werden.
Die große Autozukunft wird leider nicht hier in EU stattfinden. Und die hier ansässigen Händler profitieren kaum vom Boom in Asien. Deren Hoffnung hier liegt in der Entwicklung von emissionsfreien Antrieben, die eine wirkliche Alternative zur herkömmlichen fossilen Verbrennnugstechnik sind. Zu marktgerechten Preisen und mit staatlicher Unterstützung gäbe es einen beschleunigten Aussttausch des Altbestandes.
Solange aber die Premiummarken in China Wachstummsraten bei Oberklasseautos von 100% jährlich und mehr verbuchen(s. BMW 1.Hj. 2010 zu 1.Hj. 2009), haben sie es mit den Alternativautos für EU nicht so eilig. Die kosten erst mal nur Geld.
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