07.12.2012
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HB ohne Filter vom 7. Dezember 2012

Heute mit den Themen: Audi-Werkstattteste in "Auto-Bild", Automobile Trends, Verjährung von Außenständen, Nikolaus – eK & Co, Weihnachtsgeschenke.

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3. Dezember – Montag

Audi-Werkstattteste in "Auto-Bild"


Es gibt Audi-Händler, die über die internen Audi-Werkstatttests nicht nur die Nase rümpfen, sondern sich über ein Zuviel der Details sakrisch ägern. Auch über die Testkosten im vierstelligen Bereich, die sie dann bei gelinden Mängeln selbst zu tragen haben. Die Test-Tortur, die Audi- Deutchlandchef Michael Renz als Rosskur verordnet hat, trägt zumindest sichtbare Früchte. In der neuen "Auto-Bild" schnitten von acht von Dekra getesteten Audi-Betrieben sechs im "Einser-Bereich" und zwei im glatten "Zweier-Bereich" ab. Drei Audi-Betriebe erhalten sogar den Goldenen Schraubenschlüssel. Ein positives Rekordergebnis! Das Prädikat Premium im Service für Audi steht! Dazu gratulieren wir!

 

4. Dezember – Dienstag

Automobile Trends


Es sollen 2013 sage und schreibe 160 neue Modelle sein, die den deutschen Automobilmarkt beflügeln. BMW startet mit E-Modellen (BMW i). Audi hat sein E-Mobil, den R8 E-tron kurz vor der Serienproduktion gestoppt – der hohen Batteriekosten wegen. Volkswagen bringt endlich das seit 2002 angekündigte 1-Literauto, den VW XL1. Der Europa-Marktführer brauchte elf Jahre dazu, um eine längst mögliche Variante zu realisieren. Der XL1 wird alles andere als ein echter Volkswagen, sprich ein Volumenauto. Man kann den Zweizylinder-Plug-in-Hybrid nicht einmal kaufen, weil er zu teuer ist. Ein echter Volkswagen eben. Er reiht sich in die Phaetongeneration ein.

Bei Durchsicht der anstehenden Modell-Offensive fallen preisgünstige Kleinwagen auf, ebenso einige Kompaktwagen. Dacia steht da im Billigsegment weiter vorne dran. Einen Schub wird es bei den Assistenzsystemen geben. Diese werden eines Tages das unfallfreie Fahren ermöglichen und sind gewichtige Schritte für das selbstfahrende Auto. Bei den Assistenzsystemen kommen zusätzliche Anstrengungen auf die Verkäufer zu, denn sie müssen in Probefahrten live vorgeführt werden. Anders kann sie der Kunde nicht erfahren. Über Internet wird die Umsetzung nicht gelingen. Nutzen wir diese Chance in der Umsetzung für den Handel.

Neue Modelle werden sein der Skoda Octavia, der Mazda 6, Mazda 3, Mirage, Outlander, Leaf, Paceman, 5er (Facelift), i3, C4 Picasso, Kuga, Focus Electric, Civic, Grand Santa Fe, ProCee´d, Carens, Range Rover, E-Klasse Coupé, S-Klasse, 2008, Cayman, Dokker, Clio, Toledo, Forester, Impreza, Auris, RAV4, V40, Golf GTI, Golf Variant, Cross-Up, XL1, Golf R, Jetta Hybrid. Bis wann man nur all die Modellnamen gespeichert hat? Bis wann man weiß, welches Modell zu welcher Marke gehört? Bis wann man die Unterschiede im Vergleich zu Wettbewerbsmodellen herausgearbeitet hat? Gewiss ein komplexes Unterfangen. Freuen wir uns dennoch auf diese farbige Palette. Das darf uns alle zuversichtlich stimmen.

 

5. Dezember – Mittwoch

Verjährung von Außenständen


Forderungen aus Werkverträgen wie in unserem Gewerbe verjähren nach drei Jahren. Im Klartext heißt das, Forderungen aus dem Jahre 2009 sind auf den Verjährungszustand zu hinterfragen. Die Verjährungsfrist beginnt immer am Ende des Jahres, in dem der Anspruch eben entstanden ist, also ab dem 31. Dezember 2009. Wer rasch zu seinem Geld kommen möchte, kann dies über Onlinemahnung angehen. Also www.online-mahnantrag. Oder unter www.letzte-mahnung.de.

 

6. Dezember – Nikolaus

Nikolaus – eK & Co


Eigentlich werden beim schwäbischen Schokoladenhersteller Rübezahl in Dettingen zurzeit die Osterhasen für die nächste Saison produziert. 50 Millionen Schokoladen-Weihnachtsmänner und 30 Millionen Adventskalender sind seit Oktober unterwegs. Der Lichterschwall setzt Jahr um Jahr früher ein. Er nimmt einem inzwischen ab Mitte November die Tristesse des dunklen und nebligen Totenmonats. Der christliche Kern der Weihnachtsbotschaft ist damit kernsaniert. „Stille Nacht…“ erklingt bereits sechs Wochen vor seiner eigentlichen Bestimmung. Von den armen und schlichten Hirten zu Bethlehem ist da vor lauter Geschenken nichts zu sehen.

Dann schaue man sich heute die 1932 von Coca Cola gemachte Figur des Weihnachtsmanns an, und das am Tag des Hl. Nikolaus, Bischof von Myra. Da findet in der Advents- und Weihnachtszeit die reine Konsumorgie statt, ohne eigentliche Botschaft. Nichts mit stiller Zeit, der Geschenkstress setzt ein. Nichts mit Hoffnung und alten Ritualen. Nichts mit bewusstem Leben. Nichts mit frohem Leben, geschweige denn der Hoffnung auf ein menschlicheres Leben. Das ist heute im Grunde so, wie Autofahren ohne Auto!

Und man schaue sich diese lächerlichen Weihnachtskerle in ihrer unsäglichen Kostümierung an. Als hätten sie nur Glühwein im Kopf. Alkoholisierte Figuren. Sie fungieren quasi als Abrissbirne für eine Advents- und Weihnachtszeit, die einen ganz anderen Sinn hat. „Weihnachten wird unterm Baum entschieden“, meinte da ein Unternehmer. Die Bilanz zieht dann von Wochenende zu Wochenende der deutsche Einzelhandel. Vielleicht sollte man die Zeit der Würde und Besinnlichkeit nun besser auf den Sommer verlegen, um aus der Routine des Lebens auszusteigen.

Aber auch dort werden uns die vielen E-Mails plagen. Es sollen im Geschäftsverkehr pro Tag 89 Milliarden sein, die weltweit versandt werden. Und die Zahl soll sich bis 2016 auf 143 Milliarden mehren. Dann kommen noch 48 Milliarden private hinzu. Gut so, dass MB und Volkswagen versuchen, die ständige Erreichbarkeit von Mitarbeitern abzuschaffen. Es sollte so sein, dass eingehende E-Mails in Abwesenheit automatisch gelöscht werden können. Das könnte die sinnvolle Spielregel sein, dass auf E-Mails außerhalb der üblichen Arbeitszeit verzichtet wird. Dem E-Mail- und Handyterror sollten gezielte Ruhe-, Reflexions- und Vertiefungspausen entgegen gesetzt werden.

 

7. Dezember – Freitag

Weihnachtsgeschenke


Wer seinen Mitarbeitern zu Weihnachten oder anderem Anlass (Hochzeit, Geburtstag, Geburt eines Kindes) ein Geschenk macht, kann dies steuer- und sozialabgabenfrei machen, wenn es inkl. Umsatzsteuer nicht über 40 Euro liegt. Reine Geldgeschenke sieht der Fiskus als Lohn.

Weihnachtsfeiern sind pro Mitarbeiter bis zu 110 Euro inkl. Umsatzsteuer steuer- und sozialversicherungsfrei. Übernachtungen, Fahrtkosten, Eintrittskarten, Speisen und Getränke dürfen übernommen werden. Werden Angehörige der Mitarbeiter eingeladen, bleibt es trotzdem bei 110 Euro (!) pro teilnehmendem Mitarbeiter.

Die Gebühren für den Kindergarten oder die Tagesmutter können vom Betrieb steuer- und sozialversicherungsfrei übernommen werden. Das ist auf alle Fälle günstiger als eine Gehaltsumwandlung.

Fahrtkostenzuschuss: Das ist möglich in Form von Tankgutscheinen oder mit 30 Cent pro Kilometer. Das ist dann sozialversicherungsfrei, wenn der Unternehmer diese Zahlung mit 15 Prozent der Lohnsteuer unterwirf.

 

Spruch der Woche:

"Ich habe mit meinen Autos immer gesprochen. Ich hörte, wenn es ihnen nicht gut ging." (Juan Fangio, Motorsportlegende)

Mit meinen besten Grüßen und Wünschen

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS

 
 
 
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