Donnerstag, 09.02.2012
05.06.2009
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Verhandlungen

Henderson sieht Opel-Deal noch nicht in trockenen Tüchern

Der US-Autobauer General Motors (GM) sieht den Vertragsabschluss mit dem neuen Opel-Investor Magna noch nicht in trockenen Tüchern. Vor einem endgültigen Abschluss liege noch Arbeit, sagte GM-Chef Fritz Henderson am Donnerstag in einem Live-Chat des Konzerns im Internet. Bislang gibt es nur eine nicht bindende vorläufige Vereinbarung zwischen dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna und GM. Magna will bei der bisherigen GM-Tochter Opel mit 20 Prozent einsteigen und die vom russischen Staat kontrollierte Sberbank mit 35 Prozent. Der seit Wochenbeginn im Insolvenzverfahren steckende GM-Konzern selbst will 35 Prozent an Opel behalten. Es gebe derzeit keine Pläne, den Anteil noch weiter zu reduzieren, sagte Henderson. GM werde ein weltweit tätiges Unternehmen bleiben, betonte er zudem. "Aber es wird ein anderes Unternehmen sein, das notwendigerweise mehr Zusammenarbeit und weniger Anordnungen mit sich bringt." Henderson räumte überdies eigene Fehler in der Vergangenheit bei GM ein. Zum Neustart des Unternehmens gehörten auch Menschen, die aus ihren Misserfolgen gelernt hätten. Fiat weiter an Opel interessiert Am Wochenende hatte man sich auf ein Rettungspaket für Opel verständigt. Demnach soll der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna den Autobauer in eine neue Zukunft führen. Dazu wurde ein Übereinkommen unterzeichnet, das allerdings nicht rechtlich bindend ist. Regierungssprecher Thomas Steg sagte, es liefen weiterhin auch Gespräche mit anderen Opel-Interessenten. Magna habe zwar einen deutlichen Vorteil. Es sei aber nicht auszuschließen, dass die anderen Interessenten verbesserte Angebote vorlegten. Seiner Einschätzung nach seien die Gespräch mit Magna aber "weit gediehen", sagte Steg. Aber auch der italienische Autobauer Fiat hat einen Einstieg bei Opel noch nicht aus den Augen verloren. "Das Interesse (an Opel) bleibt, es hängt nicht von uns ab", sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne am Freitag in Turin. "Technisch ist das noch nicht abgeschlossen, wir werden sehe", sagte er. Die Haltung des italienischen Konzerns sei jedenfalls "absolut klar", betonte Marchionne. Derzeit arbeite Fiat am Einstieg bei dem insolventen US-Autobauer Chrysler. (dpa/se)

 
 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

06. Juni 2009 09:25
HD meint:
Diese amerikanischen "Gaukler" taktieren so lange, bis der europäische Markt für GM zukünftig gänzlich verloren geht. Wer möchte
schon mit solchen unzuverlässigen Herstellern als Handelspartner noch
zusammenarbeiten ? Die verbrannte Erde aus unzähligen Aktionen in der Vergangenheit dieses Konzerns müßte eigentlich zur Genüge ausreichen.
In Europa wird GM auch mit neuen Gesellschaften keinen Markt mehr haben !

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