Freitag, 25.05.2012
10.06.2010
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Opel-Betriebsrat

"Herr Brüderle sagt die Unwahrheit"

Opel-Betriebsratschef Klaus Franz hat Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) der Lüge bezichtigt. "Wider besseres Wissen sagt Herr Brüderle die Unwahrheit", sagte Franz am Donnerstag in Rüsselsheim. Brüderle hatte am Mittwoch sein Nein zu Bundesbürgschaften für den Autobauer u.a. damit begründet, dass Opel keine Bank gefunden habe, die die Kreditrisiken übernehmen wolle. Franz wies diese Darstellung zurück: "Seit mehreren Wochen hat Opel/Vauxhall unterschriebene Verträge mit der Deutschen Bank und der Barclays Bank. Das ist Herrn Brüderle bekannt." Es gebe kein Problem mit den Finanzinstituten.

Brüderle erklärte zu dem Vorwurf, Opel habe tatsächlich ein Bankenkonsortium gefunden, das bereit sei, den Kredit zu geben. "Allerdings nur unter der Bedingung, dass die Banken von jeglichem Kreditrisiko befreit werden." Es sei jedoch üblich, dass Banken mindestens zehn Prozent des Risikos selber tragen. "Hierzu ist keine Bank bereit", sagte der Politiker. Dies interpretiere er so, dass die Banken erhebliche Zweifel an der Tragfähigkeit der Opel-Sanierung und der Rückzahlung des Kredits hätten.

Die FDP stärkte ihrem Wirtschaftsminister demonstrativ den Rücken. "Der zuständige Minister Rainer Brüderle hat die richtige Entscheidung getroffen", erklärte Partei-Chef Guido Westerwelle in Berlin. Der Opel-Mutterkonzern General Motors aus den USA, der über milliardenschwere liquide Mittel verfüge, könne nicht beim deutschen Steuerzahler anklopfen. "Wenn die Bundesländer anders entscheiden, ist es nicht eine Angelegenheit der Bundesregierung."

FDP-Generalsekretär Christian Lindner sagte: "Jede andere Entscheidung, wäre eine Wettbewerbsverzerrung". In Richtung Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach er von "winkeladvokatorischen Versuchen", doch noch Staatsgelder für Opel zu sichern. Der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Otto Fricke verwies auf die notwendigen Milliarden-Einsparungen im Bundeshaushalt. "Wir können nicht auf der einen Seite mit Sparappellen an die deutsche Bevölkerung herantreten und gleichzeitig General Motors (...) unter die Arme greifen."

 

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Sondersitzung des Haushaltsausschusses

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

11. Juni 2010 14:36
Dieter Buschhorn meint:
Nochmals zu GM. Herr Franz irrt sich gewaltig oder er verbreitet Lügen wieder besseren Wissens.
Fragen Sie mal Herrn Ackermann.Es stimmt das die Deutsche Bank und Barklay Kreditverträge anbieten, aber ohne eigenes Kreditrisiko. Hieraus ist eindeutig erkennbar wie Banken die Lage einschätzen obgleich sie an den Zinsen gut verdienen würden und das meiste Geld ja über den deutschen Staat abgesichert wäre.Im übrigen ist GM nach neuesten Meldungen nun schon mit 800 Millionen zufrieden wenn die Länder einspringen.Es wird geschachert wie auf einem Basar. Deshalb ein eindeutiges nein zu jeder Bürgschaft , egal wie hoch.


11. Juni 2010 12:58
Thomas Meier meint:
Die Frage ist, wer die Zusammenhänge erkennt oder nicht. Der deutsche Staat hat Opel bereits geholfen, die Abwrackprämie kam noch dazu. Bei der aktuellen Lage kann GM Opel alleine auf die Beine stellen.
Wenn dies nicht wirtschaftlich ist, werden sie es nicht machen - dann wäre aber auch der Staat nicht sinnvoll beim Eingreifen.
Außerdem kann nächstes Jahr Ford, Bosch oder sonstige Unternehmen vor der Tür stehen, bei welchen es um viele AP geht.
Der Markt soll es regeln und nicht der Staat eine Verzerrung herbeiführen. Und trotz 5% bei der FDP, in diesem Fall hat er Recht und die Kanzlerin fällt ihrem Ministeri n den Rücken. Ziemlich unprofessionell, man sollte sich zuvor absprechen.


11. Juni 2010 11:16
Jochen Pfennig meint:
Was soll das ????

WER BRAUCHT OPEL ???

Die wollen Geld, haben in USA genug. Sonst kommen noch mehr dt. Firmen und wollen alle Geld vom Staat. Schlechtes Managment und dann kassieren-so geht es auch nicht. Wir haben freie Marktwirtschaft-arbeite oder stirb. Das sollten die Opelaner auch mal so sehen. Denen geht es doch besser als Beamten.....

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