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Studie
Hersteller bauen auf Kleinwagen
Das Segment der Kleinst- und Kleinwagen steht mittelfristig vor starken Zuwachsraten. Der Trend zum Kleinwagen werde dabei sowohl von Angebots- als auch Nachfrageseite gestützt, schreibt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center Automotive Research in einer aktuellen Studie. Für Massen- und Premiumhersteller seien die Minis ein wichtiger Teil der Strategie zur Verbesserung der CO2-Bilanz. Allein mit Motoren-, Getriebe-, Reifentechnik und Leichtbau ließe sich ein geplanter Ausstoß für in der EU verkaufte Neuwagen von im Schnitt 130 Gramm CO2 je Kilometer nicht erreichen. Anlässlich des Genfer Autosalons 2008 hat Dudenhöffer das aktuelle und geplante Modellangebot analysiert. Demnach kommen in den nächsten vier Jahren 51 neue Klein- und Kleinstwagen in den Markt. 19 Fahrzeuge haben keine Vorgängermodelle – dazu gehören etwa der Alfa Romeo Junior (Ende 2008), Audi A1 (Ende 2009), der BMW City (Ende 2010), die Mini-A-Klasse von Mercedes (Frühjahr 2011), VW mit einem Mini-Beetle und dem Up (beide Frühjahr 2010) und Toyota mit dem IQ (Anfang 2009). Positiv für die Hersteller: Angesichts geringer werdender Jahres-Fahrleistungen, höherer Kraftstoffpreise und einer stetig steigenden Zahl an Kleinst- und Single-Haushalten finden die Minis auch immer mehr Abnehmer. "Kleinwagen sind seit dem Smart, den großen Erfolgen des BMW Mini und des Fiat 500 'schick' geworden", so Dudenhöffer. Weder in der Fahrzeugsicherheit noch in der Wertigkeit und im Image müssten die Käufer Abstriche machen. Zudem werde das Fahrzeugspektrum durch neue Aufbauarten und Karosserieformen, wie dem Kleinwagen-SUV, wesentlich erweitert. Das steigende Kundeninteresse spiegelt sich in den Zulassungen wider: Wurden 2005 in Deutschland noch 695.000 Minis-, Kleinwagen und kleine SUV verkauft, stieg die Zahl im vergangenen Jahr trotz der Absatzflaute auf 746.000. Bis 2011 erwartet Dudenhöffer eine weitere Zunahme von 29 Prozent auf 893.000 Einheiten. Den größten Zuwachs prognostiziert er den Kleinstwagen (plus 50 Prozent auf 257.000 Zulassungen). Der Mini-Trend im deutschen Markt gelte auch für die anderen großen europäischen Märkte – "allerdings in abgeschwächter Form", heißt es in der Studie. Ziel: Kleinwagen müssen Gewinne abwerfen Laut Dudenhöffer stellt sich für die deutschen Hersteller künftig die Aufgabe, Kleinst- und Kleinwagen ertragreich zu produzieren. Dazu müssten Synergieeffekte durch große Plattform-Volumen erzielt werden. Eine wichtige Funktion könnten dabei Kooperationen bei Motoren und Komponenten, wie sie etwa BMW und der französische PSA-Konzern verfolgen, übernehmen. (rp) Weitere Details sind unten in der Box abrufbar.
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(Foto: Ford)
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