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Weniger Mitarbeiter, weniger Autos

- Wegen der angespannten Wirtschaftslage verlieren 850 Zeitarbeiter bei JLR zum Jahresende ihren Job.
Hersteller reagieren auf Absatzkrise
Internationale Autobauer reagieren erneut mit Entlassungen und Produktionskürzungen auf die angespannte weltweite Wirtschaftslage. Jaguar Land Rover (JLR) und Suzuki wollen an ihren europäischen Standorten tausende Mitarbeiter vor die Tür setzen. Renault kündigte in Russland als erster ausländischer Hersteller wegen der schwachen Nachfrage einen Produktionsstopp an. Bei JLR in Großbritannien sind nach Unternehmensangaben 850 Zeitarbeiter, vor allem IT-Spezialisten und Ingenieure, von dem Stellenabbau betroffen. Sie verlieren bereits zum Ende des Jahres ihre Jobs. Damit halbiert der Hersteller seine Zeitarbeiter-Belegschaft. "Die Situation auf dem weltweiten Automarkt ist weiter ernst", begründete das Unternehmen am Donnerstag die Stellenstreichung. Parallel versucht der Autobauer 600 Mitarbeiter zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen zu bewegen. Insgesamt beschäftigt JLR 16.000 Menschen. Suzuki entlässt als Folge der globalen Absatzflaute in seinem ungarischen Werk in Esztergom bei Budapest 1.179 Mitarbeiter. Dies geht aus einem Schreiben des Suzuki-Betriebsrates hervor, das dieser am Freitag an mehrere ungarische Medien verschickte. Die Werksleitung habe die geplanten Kündigungen gegenüber dem Betriebsrat mit der "drastischen Verschlechterung der Auftragslage" begründet, hieß es in dem Schreiben. Suzuki trennt sich damit von fast einem Fünftel seiner Mitarbeiter in Esztergom. Logan-Verkauf macht Probleme Die Bänder im Moskauer Renault-Werk sollen ab Mitte Dezember für einen Monat stillstehen, teilte ein Renault-Sprecher am Freitag nach Angaben der Agentur Itar-Tass mit. Die Verkaufszahlen für das russische Modell Logan seien im Oktober und November stark zurückgegangen. Insgesamt will Renault im laufenden Jahr 80.000 Wagen in Moskau herstellen. In den vergangenen Wochen hatten bereits die russischen Autobauer Kamaz (Lkw) und GAZ ihre Produktion gedrosselt. Wegen der Finanzkrise ist vor allem der Absatz ausländischer Luxus-Limousinen in Russland eingebrochen. Ausländische Autobauer zeigten sich bislang aber zuversichtlich, bei Kleinwagen und Mittelklasse-Fahrzeugen weiter zulegen zu können. General Motors eröffnete im November zwei neue Produktionsstätten in dem Land. (dpa/rp)
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