Freitag, 25.05.2012
03.08.2010
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Abwrackprämie

Hersteller wehren sich gegen Kosten-Beteiligung

Die deutschen Autohersteller wollen sich nicht nachträglich an den staatlichen Ausgaben für die Abwrackprämie beteiligen. Die Prämie habe "im schlimmsten Krisenjahr 2009 die Inlandsnachfrage stabilisiert und damit Beschäftigung gesichert", erklärte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag. Politiker aus CDU und FDP hatten die deutlich verbesserten Zwischenbilanzen der Autobauer zum Anlass genommen, eine nachträgliche Kostenbeteiligung an der staatlichen Prämie zu fordern.

In der "Bild"-Zeitung (Dienstag) rief der CDU-Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitiker Alexander Funk die Bundesregierung auf, Vorschläge zu machen, "wie eine gerechte Beteiligung der gesamten Branche aussehen" könne. "Angesichts der sprudelnden Gewinne sollte die Autoindustrie an den Kosten der Abwrackprämie beteiligt werden", forderte Funk. Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Obmann im Finanzausschuss, Daniel Volk, sprach sich ebenfalls für eine Kostenübernahme aus: "Es ist an der Zeit, dass die Branche einen Teil davon übernimmt."

Der VDA erklärte, für den Staat hätten sich die Ausgaben für die Prämie bereits weitgehend durch höhere Mehrwertsteuereinnahmen und geringere Belastungen im Sozialetat ausgeglichen. Auch bestehe "weltweit Einigkeit, dass die Bundesregierung in der Finanzkrise angemessen reagiert" habe. Dies solle "im üblichen Sommertheater nicht zerredet" werden.

Viele Unternehmen – vor allem mittelständische Zulieferer – hätten die Umsatz- und Ertragseinbrüche des Vorjahres noch längst nicht wieder ausgeglichen, hob der VDA hervor. Der Pkw-Inlandsmarkt sei weiterhin in einer schwachen Verfassung.

BMW: "Zahlungen nicht gerechtfertigt"

BMW-Chef Norbert Reithofer sagte bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen zu diesem Thema: "Wir wissen alle, dass die BMW Group nie eine Abwrackprämie gefordert hat, und auch nicht sonderlich davon profitiert hat. Daher halten wir Zahlungen über die Steuern hinaus für nicht gerechtfertigt."

Die Abwrackprämie war Anfang 2009 beschlossen worden. Die damals regierende Koalition aus CDU und SPD hatte insgesamt fünf Milliarden Euro bereitgestellt, um den Kauf von Neuwagen zu fördern und die Autoindustrie in der Wirtschaftskrise zu stützen. (dpa)

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

04. August 2010 09:30
Dieter M. Hölzel meint:
Man muss sich selber schon davor schützen, um nicht in Fäkaliensprache
abzugleiten, wenn andere Sprachmöglichkeiten erschöpft sind, Dinge so
zu bezeichnen wie sie tatsächlich sind, aber von der Politkaste aus
reinem Bildungsmangel nicht verstanden wird. Es ist fatal von wem wir da so " regiert ", und ausgebeutet werden. Denk´ ich an Deutschland
bei Nacht............................!!!
Aber Herr Thoma, welche Alternative ???


04. August 2010 09:24
Karl Schuler meint:
Ich war immer ein Gegner dieser volkswirtschaftlich unsinnigen Massenverschrottung: ein Subventionsprogramm der Großen Koalition für Kleinwagenhersteller aus aller Welt.

Dass die Käufer mit ihrer gezahlten Mehrwertsteuer die Aufwendungen schon lange zurückgeführt haben, sehen diese "Hinterbänkler", die Herren Funk und Volk, nicht. Mögen sie sich auf das Kleine 1x1 besinnen, Fakten liefern und nachrechnen, bevor Sie mit Pressemeldungen dieser Qualität die Öffentlichkeit suchen.

Fazit: Wer "Sommerlochfantasien" abläßt, darf Rufe nach einer Halbierung der Abgeordnetenzahlen nicht ignorieren.


03. August 2010 22:55
Eugen Thoma meint:
Abwählen, ganz einfach bei erster Gelegenheit abwählen!
Mit solchen Sprüchen disqualifizieren sich die lieben Herren Funk und
Voll doch gleich vom angeblichen Experten zum Stammtisch-Schwätzer.
Funk-Stille und Voll-besoffen! Wie doof darf (oder muss) man eigentlich sein um Berufspolitiker zu werden?
Am 12.03. publizierte Autohaus die Nachricht des statistischen
Bundesamtes aus Wiesbaden: Privatkonsum 2009 dank Prämie um 0,4 % gestiegen, statt wie andersum (ohne Prämie) um 0,5 gesunken...
Gesamtmarkt der privaten Autokäufe 73 Mia (plus 20% gegenüber 2008)
19% davon sind leider nur etwa 13 Mia, das reicht den Herren halt bei weitem nicht...

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