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Elektroauto "Mia"
Heuliez will den großen Wurf landen
Der Karosseriebauer Heuliez will künftig bei der Elektromobilität kräftig mitmischen. Dafür hat sich der Autozulieferer die Hilfe des früheren VW-Designchefs Murat Günak gesichert. Der Designer entwarf für das französische Unternehmen das Elektroauto "Mia", das vor wenigen Tagen auf dem Genfer Autosalon sein Debüt gab. Heuliez kündigte an, die Serienproduktion des Fahrzeugs, das als Dreisitzer oder Kleintransporter lieferbar sein soll, im Oktober zu beginnen. Die Preise sollen bei etwa 18.000 Euro liegen. Der würfelförmige Mia ist weitgehend aus Kunststoff gefertigt. 620 Kilogramm verteilen sich auf eine Länge von rund 2,8 Metern, eine Breite von 1,6 Metern und eine Höhe von 1,7 Metern. Die zwei Passagiere sitzen nebeneinander hinter dem Fahrer und steigen durch breite Schiebetüren ein. "Mit seinem besonderen Design und seinen alltagstauglichen Einsatzmöglichkeiten kann der Mia einen wichtigen Beitrag für neue Mobilitätskonzepte leisten", erklärte Heuliez-Vizechef Didier Picot. Den Antrieb übernimmt ein Elektromotor, der seine Energie aus Lithium-Akkus bezieht und den Wagen in sieben Sekunden auf Tempo 50 beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 110 km/h. Die Batterien will der Autozulieferer in drei Größen anbieten, so dass der Kunde die Reichweite je nach Bedarf von 80 bis etwa 250 Kilometer variieren kann. Die Energiekosten werden mit ca. 1,40 Euro pro 100 Kilometer, die Ladezeit an einer Haushaltssteckdose mit ca. zwei Stunden beziffert. Kooperationsorientiere Vermarktung Bei Vertrieb und Service verfolgt Heuliez einen kooperationsorientieren Ansatz. Als Partner für den deutschen und österreichischen Markt wurden in Genf die Conenergy AG, ein Beratungsdienstleister für die Energiewirtschaft, und die Kfz-Servicegemeinschaft Top Service Team präsentiert. Die beiden Unternehmen wollen für die Vermarktung des Mia eine eigene Gesellschaft gründen. Laut Conenergy-Vorstand Roman Dudenhofen führen die Beteiligten derzeit Gespräche über Paketlösungen für lokale Mobilitätskonzepte. Gewerbliche Flotten für den Stadtverkehr stünden dabei im Fokus. (rp)
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(Foto: Heuliez)
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