Hintergrund: Eckpunkte der VW-Vereinbarung

29.09.2006 14:53 Uhr
Geschafft: Der Sanierungsclinch bei VW hat ein vorläufiges Ende gefunden.

Die Pläne zur VW-Sanierung im Überblick

Volkswagen und die IG Metall haben am Freitag nach langen Verhandlungen über die Sanierung der Traditionsmarke VW eine grundsätzliche Einigung erzielt. Die wesentlichen Eckpunkte:

ARBEITSZEIT: Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit wird auf 33 Stunden für die Produktion und auf 34 Stunden für die Verwaltung angehoben. Eine Entgelterhöhung gibt es nicht. Diese Regelarbeitszeit kann auf 35 Stunden ausgeweitet werden; diese Mehrarbeit wird dann aber zusätzlich bezahlt. Zusätzlich wird ein Arbeitszeitkorridor geschaffen, der von 25 bis 33 beziehungsweise 34 Stunden reicht. Unabhängig von der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit entspricht das Entgelt der bisherigen Bezahlung der 28,8-Stunden-Woche. TARIFRUNDE: Die Tarifrunde 2007 wird über einen Einmalbetrag von 1.000 Euro abgegolten. Vom 1. Januar 2008 steigen die Entgelte entsprechend dem Abschluss der niedersächsischen Metallindustrie. ERGEBNISBETEILIGUNG: Bei erfolgreichem Geschäftsverlauf können die Beschäftigten auf eine deutlich erhöhte Ergebnisbeteiligung hoffen. STANDORTE: Für die sechs westdeutschen Werke, für die der VW-Haustarif gilt, wurden Produktzusagen und Fertigungsumfänge vereinbart. Im einzelnen bedeutet das: – Im Wolfsburger Stammwerk werden der neue Golf sowie ein zusätzliches Modell mit großer Fertigungszahl gebaut; die Kapazität für 460.000 Autos wird voll ausgelastet. – Die Gießerei in Hannover soll "Kompetenzzentrum" werden; damit werden 700 Arbeitsplätze langfristig gesichert. Von den bislang 1.200 Arbeitsplätze fallen somit 500 weg. – Kassel wird künftig Leitwerk für Direktschaltgetriebe. – Für Emden ist eine Erhöhung der Stückzahlen vorgesehen. Neben dem Passat und dem CC-Coupé ist dort ein weiteres Modell vorgesehen. – Für Braunschweig sind bestimmte Produktionsvolumina für Lenkungssysteme und Fahrwerksteile vorgesehen. – Salzgitter erhält zusätzliche Motorenvolumen und eine "mittelfristige Zusage" zur Auslastung des Werkes. WEITERE ABMACHUNGEN sehen u.a. eine einmalige Pauschale von 6.279 Euro vor, die in die betriebliche Altersversorgung eingezahlt wird. Zudem wird die Zahl der Ausbildungsplätze von 1.250 pro Jahr erstmals tarifvertraglich festgeschrieben. LAUFZEIT: Die Vereinbarungen sollen vom 1. Januar 2007 bis Ende 2011 gelten. Details sollen am 4. Oktober festgezurrt werden. (dpa)

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