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ZDK-Vize Fromme: Abwrackprämie hat "schnelles Verfallsdatum".
Rote Zahlen im Handel
"Höchste Zeit für den runden Tisch"
von Doris Plate
Nur noch drei Millionen Zulassungen, ausgedünnte Vertriebsnetze und weniger gewerbliche Verkäufe – so sieht die Prognose des Deutschen Kfz-Gewerbes für die nahe Zukunft aus. Ulrich Fromme, Vizepräsident des Zentralverbandes Deutsches Kfz-Gewerbes, forderte anlässlich des 1. Fabrikatshändlerkongresses in Frankfurt deshalb Hilfen und rasche Entscheidungen von Politik und Herstellern. Die seit langem ausstehende Entscheidung zur CO2-basierten Kfz-Steuer sei eine "automobile Konjunkturbremse". Bei Inkrafttreten würde sie aber dem Kunden einen Anreiz geben, sein mittlerweile im Durchschnitt acht Jahre altes Auto durch ein verbrauchsärmeres zu ersetzen. Fromme forderte ausdrücklich auch Gebrauchtwagen, die die Umweltstandards erfüllten, in die Förderung einzubeziehen. Fromme sprach sich aber gegen die Abwrackprämie aus. Solche Maßnahmen hätten – wie die Erfahrungen in anderen Ländern zeigten – ein schnelles Verfallsdatum. Einem kurzfristigen Anstieg der Zulassungen, der oft auch auf Mitnahmeeffekten beruhe, würde meistens ein Einbruch folgen. Von den Herstellern forderte Fromme eine neue Definition des Geschäftsmodells. Es sei "höchste Zeit für den runden Tisch" in den Markenfamilien. Die Mehrheit der Automobilhändler in Deutschland schreibe rote Zahlen. "Manche Automobilhersteller, die über hohe Nachlässe und den Verfall guter kaufmännischer Sitten klagen, werden sich heute und morgen kritisch fragen lassen müssen, ob die Politik der Stückzahlexpansion richtig war." Für den Handel forderte er eine Umsatzrendite von drei bis vier Prozent.
// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Händlerschutz noch in der GVO-Diskussion
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