Donnerstag, 24.05.2012
23.03.2010
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UBA-Studie

Höhere Spritpreise, weniger Verbrauch

Eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt, dass höhere Spritpreise – wie von Bundespräsident Horst Köhler angeregt – durchaus eine Lenkungsfunktion besitzen. Die Online-Ausgabe des Hamburger Magazins "Stern" zitiert aus der Untersuchung, wonach sich der Trend zu kontinuierlich steigendem Kraftstoffverbrauch in Deutschland seit der Erhöhung der Energiesteuer umgekehrt hat. Der Spritkonsum im Straßenverkehr habe zwischen 1999 und 2005 um 0,7 Millionen Tonnen abgenommen, hieß es. Inwieweit die Verbreitung fortschrittlicher Antriebstechnik und sparsamer Motoren in der Analyse berücksichtigt wurden, blieb offen. Laut Magazin ist das UBA von der Ökosteuer so überzeugt, dass es eine noch weitergehende Verteuerung vorschlägt: Würde die Mineralölsteuer auf Benzin von derzeit 65 Cent pro Liter bis zum Jahre 2020 auf rund 95 Cent steigen, könnte dadurch die im Straßenverkehr erzeugten CO2-Emissionen um 6,3 Prozent reduziert werden. Bei einer Erhöhung der Steuern um weitere 30 Cent bis 2030 betrage die Minderung etwa 12,5 Prozent. Das entspräche 17,9 Millionen Tonnen CO2. Als Vergleichsmaßstab rechneten die Forscher mit einem Szenario, bei dem die Spritsteuern nicht erhöht würden. Ausgangsniveau der Kraftstoffpreise waren rund 1,20 Euro pro Liter. Laut Studie erfordert ein Anziehen der Preisschraube allerdings, dass in den meisten Nachbarländern Deutschlands Energiesteuererhöhungen in ähnlichem Umfang stattfänden, um Tanktourismus zu vermeiden. Bundespräsident Köhler hatte in einem Interview steigende Benzinpreise ins Spiel gebracht, um die Wirtschaft in Deutschland umweltgerechter gestalten zu können (wir berichteten). Die Aussagen sind umstritten: Politiker von CDU, CSU, FDP und SPD lehnen die Idee einer Preiserhöhung durch eine höhere Mineralöl- oder Ökosteuer unisono ab. Die Grünen und Ökoverbände stehen dem Vorschlag aufgeschlossen gegenüber. (rp)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

24. März 2010 12:37
Michael Geßler meint:
Klar, wir tun doch alles nur für den Umweltschutz! Und das geht nur über den Spritpreis.....?!? Sarkasmus!

Vorschlag:
1) Der Spritpreis wird gesenkt, da es eh ein Wahnsinn ist welche Milliardengewinne wir zwischenzeitlich den Ölkonzernen in die Kassen spülen. Vom Staat mal ganz zu schweigen.

2) Nicht die Steuer auf den Sprit wird erhöht, sondern wir führen eine Luxussteuer für Autos ein. Sparsamer Kleinwagen = 0% Steuer, normales Mittelklassewagen 15% Steuer,spritfressende Luxus-Dickschlitten 30% Steuer. Dann kann sich jeder selbst entscheiden, je nach Gusto und Geldbeutel, was er zu zahlen bereit ist. Und wer sich einen Ferrari, Cayenne, GL, M5 oder A8 leisten möchte und kann, dem tun die 30% Luxussteuer auch nicht wirklich weh.

3) Warum macht die Regierung nicht endlich Gebrauch von Ihrer Möglichkeit, ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen einzuführen? Dann wüssten die Hersteller wenigstens dass sie keine Dickschiffe mit 200, 300 und 400 PS mehr produzieren müssten und können Ihre Entwicklungsleistung auf spritsparendere Modelle konzentrieren.

Mein Auto braucht bei konstant 120 auf der Autobahn im Schnitt 7 Liter auf 100 km, bei 140-150 liege ich bei über 10 Litern = 30% weniger Verbrauch. Da liegt viel Potential drin!

Obama hats vorgemacht: Feste Herstellervorgaben für Spritverbrauch einführen und sogar Herr Zetsche hat sich dafür bedankt, dass eine Richtung vorgegeben wird. Warum also nicht auch bei uns?

P.S.: Alle reden nur über das Auto. Weiß eigentlich einer, wie weit die Flugzeugindustrie gekommen ist, bei Ihrer Verpflichtung den CO2 Ausstoss zu verringern? Ja, ja, da gibts auch eingeführte Grenzen, wie auch bei den Autos.......aber keiner spricht darüber. Obwohl meines Wissens nach durch den Luftverkehr wesentlich mehr CO2 in die Luft geblasen wird, als durch Autos.

Ein Tipp an alle Politiker: Vor Inbetriebnahme des Mundwerks Gehirn einschalten.


24. März 2010 11:01
Thomas Lindner meint:
Sehr geehrte Damen und Herren,

bis dato hatte ich Herrn Köhler für einen weitsichtigen Menschen gehalten – was ist mit diesem Menschen geschehen????

Jeder sollte inzwischen wissen, dass eine Öko-Steuer nur eines bringt und auch nur dieses Ziel verfolgt. Mehr Steuergelder in die Kassen der überbezahlten und unfähigen Politiker zu spülen. Der Umwelt bringt es NICHTS. Man muss sich inzwischen fragen, von welchen Lobbyisten Herr Köhler gesponsert wurde? Für die Grünen müssen die Kraftstoffpreise mind. 10,-€/l betragen. Damit könnten auch diese "Politiker" noch einige Gesetzt in die Welt setzen um noch mehr in Saus und Braus zu leben. Um was anders geht es doch den Politern gar nicht mehr.

Ich empfinde es inzwischen skandalös, wenn unsere Straßen von allen ausländischen Verkehrsteilnehmer kostenlos benutzt werden und unser Staat auch noch dazu beiträgt, dass kein "Durchreisender" bei uns tankt sondern auch noch Tanktourismus erzeugt wird und Gebühren wie in Austria nicht erhoben werden (LKWs teils ausgeklammert).

Aber das ist ja nicht so schlimm – schauen wir uns die Raststätten speziell in der Urlaubszeit einmal an. Dort bleibt der Müll, den wir auch noch zu unseren Lasten entsorgen dürfen. Weiter so ihr gewählten und vereidigten "Staatsdiener" – ihr schafft es schon den Staat noch weiter in den Ruin zu treiben. Auch wenn CDU und Co sagen, "mit uns nicht", von dort wird nichts unternommen um den NUR unter dem Gesichtspunkt der Gewinnmaximierung gesteuerten Spritpreisen entgegen zu wirken. Die in diesem Zusammen durchgeführten Lustreisen von Frau Merkel bestätigen dies. Viel heiße Luft um nichts.

Für den Staat und die Ölmultis ist es doch so: Je geringer der Durchschnittverbrauch umso höher die Kosten für den Kraftstoff, denn ein jährliche Steigerung des Gewinns muss ja nun sein. Und wenn dann auch noch mehr gefahren werden muss wegen des globalisierten Arbeitsplatzes in 200 km Entfernung, freuen sich Staat und Ölmultis gemeinsam. So sind wir alle dann fast "Leibeigenen" unverantwortlich handelnden Politikern und Geschäftsleuten praktizierten Vorgehens. Jeder Arbeitnehmer sollte einmal genau berechnen was er %tual monatlich INSGESAMT an Steuer bezahlt und dies Herr Köhler mitteilen. Wäre schön, wenn Herr Köhler dann wieder die Realität sehen könnte. Es wird allerhöchste Zeit, dass wir Staatsdiener bekommen, die dem Volk und dem Staat auch nutzten.
MfG
Thomas Lindner


24. März 2010 09:00
Toni Trupa meint:
Das ist zynisch!
Demnächst dürfen nur noch reiche Menschen Auto fahren.
Vielleicht führen wir dann auch Gewichtskontrollen ein, denn je schwerer ein Mensch, desto größer der Aufwand, ihn zu bewegen, desto mehr CO2-Ausstoss.
Was ist das für eine Diskussion?

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