Freitag, 25.05.2012
23.02.2009
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Nach Insolvenz

Hoffnung für Saab schwindet

Schwedens Regierung bleibt bei ihrem harten Nein zu Soforthilfen für den vor dem Aus stehenden Autohersteller Saab. Wirtschaftsministerin Maud Olofsson sagte am Montag nach einem Besuch am Saab-Stammsitz Trollhättan, man könne über Hilfen erst bei langfristigen Bestandsgarantien durch den US-Konzern General Motors (GM) oder der Übernahme durch andere Eigner verhandeln. Bei der Einsetzung eines Insolvenzverwalters für Saab vergangene Woche hatte GM angekündigt, die Fortsetzung der Produktion bis Ende des Jahres mit 4100 Beschäftigten mitzufinanzieren, wenn auch die Regierung in Stockholm helfe. Olofsson sagte, für solche Hilfen sei entscheidend, dass die Regierung in Stockholm "einen Eigner als Verhandlungspartner bekommt". Sie bestätigte, dass der bisherige Konzernchef Jan-Åke Jonsson bei einem Gespräch erklärt habe, es gebe Kaufinteressenten. Weitere Einzelheiten wollte sie dazu nicht nennen. Jonsson kündigte am Wochenende in Interviews an, sein Unternehmen wolle die bisher bei Opel geplante Produktion des neuen Saab-Modells 9-5 nach Schweden zurückholen. Vom Sommer an sollten in Rüsselsheim jährlich 30.000 Wagen dieses Typs gefertigt werden. Jonsson meinte weiter, Saab strebe grundsätzlich kein Zusammengehen mit Opel an. GM übernimmt Neuwagengarantie Der US-Mutterkonzern übernimmt unterdessen für Saab alle noch laufenden Neuwagengarantien. In einem Schreiben an die Saab-Händler hätten GM Europe und Saab zugesichert, "jegliche Garantieleistung in Bezug auf Saab-Produkte" weiter zu erbringen und die Versorgung mit Ersatzteilen sicherzustellen, berichtete die "Leipziger Volkszeitung" (Samstagsausgabe). Die Neuorganisation der Marke habe das Ziel, ein "vollständig von General Motors unabhängiges Unternehmen" zu schaffen, das zukunftsfähig und in der Lage sei, "das Interesse von Investoren zu erwecken", heißt es weiter. Saab werde innerhalb der kommenden drei Wochen einen Plan ausarbeiten und ihn den Gläubigern vorlegen. Die Restrukturierung solle innerhalb von drei Monaten umgesetzt werden. Der kleine schwedische Autobauer mit einer Jahresproduktion von 94.000 Wagen (2008) hat als GM-Tochter seit 1990 fast jedes Jahr Verluste eingefahren. (dpa/rp)

 
 
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