Freitag, 25.05.2012
06.09.2010
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Lena Meyer-Landrut

Holperstart für neue Werbe-Frontfrau von Opel
Von Harald Schmidt und Inga Radel, dpa

Opel hat ein neues Werbegesicht: Lena Meyer-Landrut. Am Samstagabend trat die Siegerin des Eurovision Song Contests auf dem "Tag der offenen Tür" in Rüsselsheim auf – Opel gab damit nun auch offiziell bekannt, was eigentlich eh schon alle wussten. Die 19-Jährige sei "wundervoll, unprätentiös, ehrlich, kommt bei den Leuten an und ist ein frisches Gesicht", sagte Opel-Chef Nick Reilly der Nachrichtenagentur dpa. So wolle Opel auch wieder sein. "Das ist eine perfekte Verbindung", schwärmte er weiter. "Wir sind froh, Lena in unserem Team zu haben." Fachleute und selbst Opelaner sehen den Deal aber eher skeptisch.

Lenas Auftritt vor etwa 20.000 Menschen – vor allem Opelaner und deren Familien – verursachte keine wirklichen Begeisterungsstürme. Sie spielte fünf Songs (allein zweimal "Satellite") und wirkte auf der großen Bühne verloren und überfordert. Zu ihrer Partnerschaft mit Opel sagte sie öffentlich nur einen typischen Lena-Satz: "Ich bin auch tierisch froh und find's richtig toll." Ansonsten hieß es: "Ich bin zum Singen und nicht zum Reden hier." Als sei auch für sie der Deal mit dem Autobauer mit dem ramponierten Image nicht ohne Risiko.

Einige Opel-Mitarbeiter hielten ihren 25-minütigen Auftritt, bei dem sie alles "krass" und Rüsselsheim "wunderschön" fand, hinter vorgehaltener Hand für unreif und bezweifelten Lenas Eignung als Opel-Gesicht. Außerdem habe sie bisher nur einen Hit gelandet, meinten andere.

Wie lange die Hannoveranerin für Opel werben soll, teilte Opel nicht mit. Es hieß nur, ihr Engagement sei langfristig ausgelegt. Reilly und Marketingboss Alain Visser versuchen derzeit mit aller Macht, das angestaubte Image der Marke aufzupolieren. Vollmundig versprechen sie Milliardeninvestitionen in neue Technologien und Modelle, auch Life-Style-Fahrzeuge sollen wieder entworfen werden.

"Neid der Konkurrenz nicht unangenehm"

In einer Kampagne wirbt Opel – mitten in einer Sanierung und noch tief in den roten Zahlen – mit "lebenslanger Garantie" für Neuwagen. Die Botschaft: Opel baut wieder Autos von Qualität. Dass die Wettbewerbszentrale gegen den Werbespruch klagen will, weil die Garantie keineswegs unbefristet gelte, ficht Visser nicht an. Die Schlagzeilen kommen sogar gelegen, um eigene Stärke herauszustellen: "Der Neid der Konkurrenz gibt uns kein unangenehmes Gefühl."

Mit Qualität allein kann Opel aber nicht an alte Erfolge anknüpfen. Reilly such ein neues Image, das auch jüngere Käufer anspricht. Das ist bitter nötig, glaubt man einer Studie des Center of Automotive Management an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach. Die kam im März nach einer Online-Umfrage unter 18- bis 25- jährigen Deutschen zu dem Ergebnis, dass Opel für junge Autofahrer die "mit weitem Abstand langweiligste Marke" ist (wir berichteten).

BILDERGALERIE

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Neue Kommunikationskanäle nutzen – "Ich finde die Idee gut"

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

09. September 2010 02:44
S. Kopitzki meint:
Es ist doch wunderbar zu erkennen dass Journalisten heute immer noch käuflich sind. Ich verstehe einfach nicht warum Opel immer mit dem negativ Immage behaftet wird. Opel hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Eine gute Modell- und Motorenpalette. Frage mich eigentlich was die Leute die ständig alles ins negative ziehen so erwarten?

Würde mich interessieren was die vermutlich unwissenden Journalisten denn so privat fahren und von wem sie wohl gesponsert werden. Schade, Schade.


08. September 2010 08:41
Anke Läster meint:
Ich weiß nicht, alles was Opel versucht um das Image wieder zu verbessern, wird sofort massiv in den Dreck getreten.... WARUM ?? Die neuen Autos sind richtig gut und innovativ und sind nicht schlechter als die durch die Fachpresse "so hoch gelobten" Marken!!
Wer am Samstag in Rüsselsheim dabei war, wird mir beipflichen, dass das ein gelungener Tag/Abend war und auch alle begeistert das neue frische Gesicht von OPEL - Lena - begrüßt und bejubelt haben.


07. September 2010 10:42
Henry1 meint:
Wenn Produkt und Image stimmen, braucht keine sich Sorgen im Vertrieb machen.
Leider hat sich die Meinung die vermeitlich kompetente Fachpresse seit Jahrzehnten geprägt, durchgesetzt. Mercedes,BMW, Audi dann lange nichts und dannder Rest. WARUM ?
Ist ein Audi vom Blech stärker als Opel Blech? Hat er eine bessere Qualität als Opel oder Ford? Sicher nicht.Die komponenten sich oft die gleichen, weil sie auch von einem und dem selben Zulieferer stammen. Image Image und Image sind die drei Faktoren des Erfolgs, ähnlich wie bei Immobilien die Lage.
Schade es wird Zeit die alten Zöpfe abzuschneiden.
Hier ist die Meinungspresse gefragt allen voran AMS.

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