Donnerstag, 24.05.2012
29.07.2009
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Quartalszahlen

Honda und Nissan kämpfen mit der Krise

Der global schwache Autoabsatz hat dem zweitgrößten japanischen Autobauer Honda Motor einen drastischen Gewinneinbruch gebracht. Der Reingewinn fiel im ersten Geschäftsquartal von April bis Juni um 95,6 Prozent auf 7,56 Milliarden Yen (56,6 Millionen Euro), wie Honda am Mittwoch mitteilte. Sparmaßnahmen hätten zwar erste Ergebnisse gezeigt, unter anderem habe der starke Yen sich aber negativ auf den operativen Gewinn ausgewirkt. Dieser brach verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 88 Prozent auf 25,16 Milliarden Yen ein. Der Umsatz ging im Vorjahresvergleich um 30,2 Prozent auf 2 Billionen Yen zurück. Trotz der rückläufigen Quartalsergebnisse erhöhte Honda seine Gewinnprognose für das gesamte Geschäftsjahr. Der Autobauer erwartet nun einen Nettogewinn von 55 Milliarden Yen. Zuvor hatte er 40 Milliarden Yen prognostiziert. Die Umsatzprognose dagegen wurde um 1,1 Prozent auf 82,2 Billionen Yen nach unten korrigiert. Nissan weiter mit roten Zahlen und Umsatzrückgang Der japanische Autobauer Nissan bleibt wegen der Wirtschaftskrise in den roten Zahlen. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 fiel ein Verlust von 16,5 Milliarden Yen (120 Millionen Euro) an, wie Nissan am Mittwoch in Tokio mitteilte. Im Vorjahreszeitraum konnte der Renault-Partner noch einen Gewinn von 400 Millionen Euro verbuchen. Der Umsatz ging um über ein Drittel auf umgerechnet 11,42 Milliarden Euro zurück. Operativ blieb Nissan mit 90 Millionen Euro zwar in den schwarzen Zahlen, im Vergleich zum Vorjahr war dies jedoch ein Einbruch von 85,5 Prozent. Für das im März beendete Geschäftsjahr 2008/09 hatte Nissan im Mai erstmals seit neun Jahren einen Verlust vermeldet. Konzernchef Carlos Ghosn, der auch Renault führt, sagte laut Mitteilung, 2009 werde ein schwieriges Jahr. Allerdings griffen die Kostensenkungsmaßnahmen. Beim Ausblick bleibt Nissan vorsichtig und erwartet weiterhin einen operativen Verlust von 800 Millionen Euro und unterm Strich ein Minus von 1,36 Milliarden Euro für das komplette Geschäftsjahr 2009/10. Die Nummer Drei der japanischen Autobranche verkaufte im ersten Geschäftsquartal weltweit 723.000 Fahrzeuge, knapp 23 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf dem Heimatmarkt brach der Absatz um 21,6 Prozent auf 116.000 Autos ein, während auf dem wichtigen US-Markt mit 173.000 Autos 31,5 Prozent weniger abgesetzt wurden. Nur in China wurde ein Wachstum von 9,3 Prozent auf 145 000 Fahrzeuge verzeichnet. (dpa)

 
 
 
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