Die globale Nachfrageschwäche und steigende Marketingkosten haben den Gewinn Hyundai Motor im Auftaktquartal 2009 um 42,7 Prozent schrumpfen lassen. Wie Südkoreas Branchenführer am Donnerstag mitteilte, fiel der Überschuss in den Monaten Januar bis März auf 225 Milliarden Won (derzeit etwa 128,7 Millionen Euro) von 393 Milliarden Won im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse brachen um 26,4 Prozent auf etwa sechs Billionen Won ein. Der deutliche Gewinnrückgang wurde vom Markt erwartet. Im Schlussquartal 2008 war der Reingewinn bei Hyundai im Jahresvergleich um knapp 28 Prozent auf 243,6 Milliarden Won zurückgegangen. Die Marktbedingungen seien nach wie schwierig, hieß es in einer Erklärung des Unternehmens. Das Unternehmen habe im ersten Quartal sinkende Absatzzahlen im In- und Ausland hinnehmen müssen. Demnach fiel der weltweite Absatz um 28,6 Prozent auf rund 316.000 Fahrzeuge. Die Exporte gingen um mehr als ein Drittel auf 187.000 Einheiten zurück. "Wir erwarten, dass vom zweiten Quartal an die Maßnahmen zur wirtschaftlichen Ankurbelung sowie die Unterstützungspläne für die Autoindustrie in einigen Ländern einige positive Auswirkungen haben werden", wurde der Hyundai-Finanzchef Chung Tae Hwan von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Auch Hyundai hatte wie andere große Fahrzeughersteller wegen der Folgen der Wirtschaftskrise die Produktion stark gedrosselt. Die Fertigung in den drei einheimischen Fabriken wurde zu Jahresanfang mit Ausnahme der Kleinwagenproduktion im Hauptwerk Ulsan um 25 bis 30 Prozent heruntergefahren. Eine Absatzprognose für 2009 gab Hyundai bisher nicht ab. Die Gruppe, zu der auch Kia Motors gehört, ist weltweit der fünftgrößte Autohersteller. (dpa)
Auftaktquartal 2009: Hyundai verdient erneut weniger
Die globale Absatzschwäche und steigende Marketingkosten haben den Gewinn des südkoreanischen Autobauers in den ersten drei Monaten um 42,7 Prozent schrumpfen lassen. Absatz und Umsatz brachen jeweils um gut ein Viertel ein.