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Leser fragen – Herke antwortet
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Unternehmensberater Martin-Dieter Herke, Autor des monatlichen AUTOHAUS-Zinsspiegels, ist wieder mit wertvollen Tipps rund um Banken, Kredite und Finanzierungen am Start. Die Themen der aktuellen Ausgabe von "Herke antwortet": Kreditablehnung, Alternativen zu Bankkrediten, Zinsniveau in der Schweiz Meine Bank hat mir gerade einen Kreditantrag abgelehnt. In der Zeitung lese ich von einer Kreditklemme. Kollegen erzählen ebenfalls von Kreditablehnungen. Was kann ich tun? Glaubt man den offiziellen Verlautbarungen der EZB und der Bankenverbände, dann gibt es derzeit noch keine Kreditklemme. Experten rechnen jedoch damit, dass sich die Situation weiter verschärfen wird. Ein Ausweg kann darin bestehen, dass Sie einen Kredit aus dem KfW-Sonderprogramm 2009 beantragen, da diese Finanzierungen mit bis zu 90 Prozent Haftungsfreistellung gegenüber der durchleitenden Bank ausgestattet sind. Wenn Ihre Bank nur noch zehn Prozent des Ausfallrisikos selbst zu tragen hat, ist sie sicher eher bereit den Kredit zur Verfügung zu stellen, als bei 100 Prozent Eigenrisiko. Dass momentan schwer an Bankkredite zu kommen ist, ist mir klar. Gibt es Alternativen? Prüfen Sie, ob Sie Mittel, die Sie im eigenen Unternehmen gebunden haben, mobilisieren können. Möglichkeit Nr. 1: Ermitteln Sie das durchschnittliche Zahlungsziel, das Ihre Kunden bei Ihnen ausnutzen. Liegt dieser Wert über zehn Tage, können Sie durch Förderung der Barzahlung, eine schnelle Rechnungsstellung und ein konsequentes Mahnwesen die Liquidität Ihres Autohauses verbessern. Beispiel: Bei einem Jahresumsatz von zehn Millionen Euro haben Sie rund 400.000 Euro Außenstände = 14,4 Tage. Wenn es Ihnen gelingt das Zahlungsziel auf zehn Tage zu verkürzen, sinken Ihre Außenstände auf 278.000 Euro. Sie gewinnen 122.000 Euro an Liquidität, ein Betrag, den Sie nicht mehr über Ihr KK-Konto zu finanzieren brauchen. Möglichkeit Nr. 2: Bauen Sie Fahrzeug- und Ersatzteilbestände ab. Jeden Euro, den Sie an Bestand abbauen, brauchen Sie weniger an Bankkredit. Dass dem Grenzen gesetzt sind, und Sie nicht unendlich viel Bestand abbauen können, ist klar. Die Zinsen sollen in der Schweiz derzeit sehr niedrig sein, wäre das eine Möglichkeit billiger an Geld zu kommen als in Deutschland? Die Schweizer Zinssätze liegen momentan unter denen in Deutschland. Der so genannte LIBOR bewegt sich zwischen 0,29 Prozent für 1 Monatsgeld und 0,81 Prozent für 12 Monatsgeld. Auf diese Sätze schlägt die Bank noch ihre Marge auf, so dass Sie sich augenblicklich dort zinsgünstig finanzieren können. Beachten Sie bitte, dass Sie, neben dem günstigen Zinssatz, auch noch ein Währungsrisiko eingehen. Je nach dem, wie sich der Kurs des Schweizer Franken zum Euro verändert, können Sie einen Verlust erleiden, oder aber auch einen zusätzlichen Gewinn einstreichen. Brennen Ihnen auch Finanzfragen auf den Nägeln? Dann schicken Sie Martin-Dieter Herke einfach eine E-Mail: info@unternehmensberatung-herke.de
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