Mittwoch, 08.02.2012
23.09.2009
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Leser fragen – Herke antwortet

Ihr Zugang zur Finanzwelt

Unternehmensberater Martin-Dieter Herke, Autor des monatlichen AUTOHAUS-Zinsspiegels, ist wieder mit wertvollen Tipps rund um Banken, Kredite und Finanzierun-gen am Start. Die Themen der aktuellen Ausgabe von "Leser fragen – Herke antwortet": Zinssätze für langfristiges Darlehen und KK-Kredite Ich verhandle momentan mit mehreren Banken über die Konditionen für ein langfristiges Darlehen zur Finanzierung einer Investition. Wie kann ich kontrollieren, ob die mir angebotenen Zinssätze günstig sind? Eine gute Orientierung für Sie besteht darin, dass Sie sich über die Refinanzierungszinssätze informieren, die Banken bezahlen müssen, wenn sie langfristiges Geld am Kapitalmarkt aufnehmen. Zu welchem Zinssatz die Bank das Geld, das Sie als Darlehen erhalten, einkauft, finden Sie in der Wirtschaftspresse unter "Euro-Renditen, gedeckte Bankschuldverschreibungen". Dort finden Sie die relevanten Zinssätze, die nach Laufzeiten festgesetzt werden. Wenn Sie also ein Darlehen mit fünfjähriger Zinsfestschreibung aufnehmen wollen, dann ist der Zinssatz mit einer Laufzeit von fünf Jahren die zutreffende Vergleichsgröße. Sie sehen dann, dass sich die Bank zu 2,89 Prozent (Stand Anfang September 2009) refinanziert. Berechnet die Bank einen Aufschlag von einem Prozentpunkt, kostet Sie das Darlehen 3,89 Prozent. Die Höhe des Aufschlags richtet sich nach Ihrer Ratingnote. Ist diese gut, berechnet die Bank einen geringeren Aufschlag als bei einer schlechten Ratingeinstufung. Ich lese in Ihren Zinsinformationen, dass KK-Kredite knapp über fünf Prozent kosten. Leider kann ich dies bei meiner Bank nicht nachvollziehen, der Zinssatz, den ich zahlen muss liegt bei knapp zehn Prozent. Was kann ich tun, um auch zu einem günstigeren Zinssatz zu kommen? Es ist in der Tat so, dass die Zinsen für KK-Kredite hierzulande relativ hoch sind und nichts mit den günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken zu tun haben. Die Margen, die unsere Banken draufschlagen sind immens hoch. Wenn man bedenkt, dass sich die Banken beispielsweise zum Euribor refinanzieren, dann werden bei einem Einstandspreis von rund einem Prozent ganze neun Prozentpunkte (= 900 Prozent) aufgeschlagen. Versuchen Sie mit Ihrer Bank die Marge zu verhandeln, die diese dann auf den jeweils aktuellen Euriborsatz aufschlägt. Das können, je nach Bonität zwischen ein und drei bis vier Prozentpunkte sein. Selbst bei einer schlechten Bonität dürfte der Zinssatz nicht bei zehn Prozent liegen. Wir müssen jedoch festhalten, dass die Banken bei ihren Konditionsfestsetzungen frei sind. Lediglich Wucherzinsen sind nicht erlaubt. Brennen Ihnen auch Finanzfragen auf den Nägeln? Dann schicken Sie Martin-Dieter Herke einfach eine E-Mail: info@unternehmensberatung-herke.de

 
 
 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

24. September 2009 07:49
M.Miethke meint:
Ja, Ja, nur "Wucherzinsen" sind nicht erlaubt. 900 % Aufschlag ist also kein Wucherzins sondern die Bankenübliches Rendite. :-)

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