Freitag, 25.05.2012
17.09.2009
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IAA 2009

Im Zeichen der Zukunftstechnologien

Auf einem Autogipfel will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die deutsche Industrie bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien unterstützen. Es gehe darum, das Potenzial Deutschlands als Automobilnation des 21. Jahrhunderts so weit wie möglich auszuschöpfen, sagte Merkel am Donnerstag zur Eröffnung der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt. Sie ermahnte die Hersteller, beim Zukunftsthema Elektroauto mit der ausländischen Konkurrenz mitzuhalten: "E-Fahrzeuge haben Zukunft." Merkel sagte zu den Vertretern der Autoindustrie: "Wir sollten nach den Bundestagswahlen doch einmal zusammenkommen und uns überlegen, wohin geht der Pfad." Dabei solle auch besprochen werden, was die Bundesregierung tun könne, um dieses nationale Anliegen bei aller europäischen und weltweiten Anbindung voranzutreiben. Merkel deutete an, dass ein solches Vorgehen zwar protektionistisch anmuten könnte, betonte aber: "Das ist etwas, was anderen Ländern auf der Welt auch nicht völlig fremd ist und insofern würde ich es in Deutschland zumindest als Bundeskanzlerin als Angebot machen." Merkel warnt vor asiatischer Konkurrenz Merkel bezeichnete die Batterietechnologie als "Jackpot" für die Elektroauto-Entwicklung. In diesem Bereich gebe es starke Konkurrenz aus Asien. Schlüsselfragen seien zum Beispiel auch Standards für Stecker zum Aufladen von Elektroautos. "Ich kann uns nur raten: Wenn asiatische Märkte die Führungsrolle übernehmen und wir die Hoheit über die Normierung verlieren, dann gehen uns auch die Märkte verloren", sagte Merkel. Bei der diesjährigen IAA stehen Elektroautos als wahrscheinlichste Zukunftstechnologie im Mittelpunkt. Merkel bekräftigte zugleich ihre Unterstützung für die deutsche Autobranche in deren Klimaschutz-Diskussion mit der EU-Kommission. "Es kann nicht sein, dass wir in einer freiheitlichen Welt die Größe des Autos vorschreiben und normieren", sagte Merkel mit Blick auf europäische Umweltauflagen, die Herstellern von Wagen mit einem hohen Spritverbrauch in einigen Jahren hohe Strafen bringen können. "Würde es die Hersteller von Premiumfahrzeugen nicht geben, wäre die Innovation bei den Kleinen überhaupt nicht so schnell durchzusetzen." Deutsche Hersteller wie Daimler oder BMW sind sogenannte Premium-Autobauer, die vor allem große Wagen mit größeren Motoren herstellen.

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// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wissmann warnt vor Benachteiligung der Industrie

 
 
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