Donnerstag, 09.02.2012
29.07.2008
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Autohandelsgruppen

Immer größer, immer mächtiger

Die Handelsmacht der großen Autohausgruppen in Deutschland wächst immer weiter. Im vergangenen Jahr wurde bereits jedes siebte Auto in Deutschland von einer der 50 größten Autohandelsgruppen verkauft – "Tendenz steigend". Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Top-50-Händlergruppen in Deutschland" des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Nürtingen-Geislingen. Nach Institutsangaben übergaben die Megadealer im vergangenen Jahr insgesamt rund 480.000 Neuwagen in Kundenhand. Dies entspreche einem Marktanteil von 15,3 Prozent (2006: 14,3 Prozent). Dazu kamen noch 453.000 Gebrauchtfahrzeuge. Außerdem setzen die Top-50-Gruppen stärker denn je auf den Mehrmarkenhandel, lautet ein weiteres Ergebnis der Studie. Vertrieben sie in 2006 noch durchschnittlich 6,2 Marken, waren es im vergangenen Jahr 6,6 Marken. Laut Studie ist die Emil Frey Gruppe wie im Vorjahr die größte deutsche Händlergruppe gemessen an der Zahl der verkauften Neuwagen. 2007 setzte das Schweizer Unternehmen hierzulande 43.700 Neuwagen ab. Auf dem zweiten Platz folgt die AVAG Holding aus Augsburg, die zwar insgesamt 44.963 Autos an Kunden brachte, davon aber rund 13.500 Einheiten im Ausland. Ihr Umsatz überschritt zudem mit 1,14 Milliarden Euro deutlich die Milliarden-Grenze – in ähnliche Umsatz-Dimensionen stieß von den deutschen Gruppen nur die Münchener MAHAG vor. Drittgrößter NW-Händler ist die DAH Deutsche Automobilhandels Holding aus Berlin (24.500 Einheiten). Weiter auf dem Vormarsch sind die ausländischen Händlergruppen. IFA-Leiter Willi Dietz führt in seiner Analyse die niederländische Kroymans Gruppe an, die ihre Verkäufe 2007 um ein Viertel auf knapp 11.000 Fahrzeuge steigerte. Die Porsche Inter Auto (Salzburg) und die amerikanische Penske Group hätten ihr Deutschland-Engagement ebenfalls weiter ausgebaut, hieß es. Weiterhin hohes Ansehen bei Herstellern Eine Abkehr der Hersteller von den großen Händlergruppen, wie sie zuletzt in einer anderen Studie festgestellt wurde, kann Diez nicht erkennen: "Für die meisten Hersteller und Importeure stellt sich in Ballungszentren heute (…) nur die Entscheidung: Machen wir werkseigene Niederlassungen, was viel Geld kostet, oder vertrauen wir auf die Professionalität großer Händlergruppen." Die Tatsache, dass sich große Händler im "MarkenMonitor 2008" zufriedener über die Zusammenarbeit mit den Herstellern äußerten als kleine und mittelgroße Autohäuser, wertet er ebenfalls als Zeichen für den hohen Stellenwert der Händlergruppen in den Vertriebsstrategien der Autobauer. (rp) Die Top-50-Hitlisten der deutschen Händlergruppen im NW- und GW-Bereich sind unten in der Downloadbox abrufbar.

 
 
 

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