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BMW-Korruptionsaffäre
Industrievertreter gesteht Bestechung
In der Prozess-Serie um die Korruptionsaffäre bei BMW ist am Mittwoch der Vertreter eines Zulieferbetriebes zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Wegen Bestechung und Untreue erhielt er vom Landgericht München I zwei Jahre Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe von 7.500 Euro. Der 50-jährige ehemalige Mitarbeiter eines weltweit tätigen Zulieferunternehmens in Amberg hatte dieser Firma und weiteren Unternehmen zu Aufträgen durch Schmiergeldzahlungen in insgesamt siebenstelliger Höhe an BMW- Einkäufer verholfen. Er selbst kassierte Vermittlungsprovisionen von rund 600.000 Euro, die er auch versteuerte. Rund 100.000 Euro wurden im Rahmen des Gerichtsverfahrens vom Staat als Wertabschöpfung eingezogen. Das Urteil beruht auf einer Absprache zwischen den Verfahrensbeteiligten. Zuvor hatte der Angeklagte die Vorwürfe eingeräumt. Er habe damals unter Druck gestanden, rechtfertigte der Mann seine Verfehlungen. Das Schmiergeldsystem über eigens zu diesem Zweck gegründete Scheinfirmen in den USA sei von den BMW-Mitarbeitern ausgegangen. Der Chefeinkäufer des BMW-Konzerns war 2006 zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Mehrere andere Beteiligte an dem Korruptionsskandal kamen wie nun auch der Industrievertreter mit Bewährungsstrafen davon. Insgesamt hatte die Staatsanwaltschaft gegen rund 30 Verdächtige ermittelt. (dpa)
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