Donnerstag, 24.05.2012
21.12.2009
Share |
Kundenärger

Injektor-Probleme machen Daimler zu schaffen

Die Probleme von Daimler mit den Piezo-Injektoren des Vierzylinder-Dieselmotors der Baureihe OM651 (unser Partnerdienst "asp Online" berichtete) werden offenbar immer größer. Laut einem Bericht der "Wirtschaftswoche" müssen Besitzer einer Mercedes C- und E-Klasse sowie des Geländewagens GLK zum Teil monatelang auf ihr Auto verzichten, weil keine Ersatzteile verfügbar sind. Angaben über die Zahl betroffener Kunden und zur Schadenshöhe machte das Stuttgarter Unternehmen gegenüber dem Magazin nicht. Im Oktober hatte der Hersteller 2.800 Kundenbeanstandungen genannt. Wegen des wachsenden Unmuts im Kundenkreis über wochenlange Wartezeiten habe sich der Konzern inzwischen zu einer kostspieligen Reparaturstrategie entschlossen: Wurden anfangs aus Kostengründen nur einzelne defekte Düsen getauscht, lasse er nun in der Werkstatt alle Injektoren des Motors erneuern – sobald sie denn verfügbar sind. Der Zulieferer – in früheren Berichten war von Delphi die Rede – habe wegen der komplexen Technik und verschärfter Testverfahren trotz Sonderschichten große Probleme, die benötigten Stückzahlen zu liefern. Wettbewerber Bosch ist laut dem Magazin nicht in der Lage, die Teile herzustellen. Wie es aus dem Konzern heißt, sind Verunreinigungen im Diesel oder statische Aufladungen während der Montage des Motors Grund für die Probleme. Setzen die Düsen aus, kann der Fahrer in einem "Notlaufprogramm" nur noch mit maximal 70 Stundenkilometern fahren. Zum Trost für die lange Wartezeit bekommen die betroffenen Autobesitzer von Mercedes Ersatzwagen mit anderer Motorisierung, die die Händler zu Sonderkonditionen beim Hersteller einkaufen und später mit Gewinn als Vorführwagen veräußern können, berichtet die "Wirtschaftswoche" weiter. (dpa/ng)

 
 
 
Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

13. Januar 2010 07:41
Bernd Schoch meint:
2800 Beanstandungen, das ich nicht Lache!! hinten fehlt noch eine Null! Wir als kleiner Händlerbetrieb haben mittlerweile 36 Fahrzeuge auf dem Hof und in extra angemieteten Hallen stehen, und schon über 70 Fahrzeuge mit neuen Injektoren ausgestattet, die Fahrzeuge Fahren gar nicht mehr, nichtmal 70 km/h wie oben beschrieben.


21. Dezember 2009 17:41
E. Kühlwetter (wallibelli) meint:
Wer wissen will, warum die Injektoren nicht funktionieren, kann dies in der AMS vom 17.12. nachlesen. Sie werden undicht, Kraftstoff läuft in die Ummantelung.

Lt.WiWo sei Wettbewerber Bosch nicht in der Lage, diese Injektoren zu bauen. Soll Daimler doch mal bei Siemens anfragen, die liefern solche Injektoren schon seit über zwei Jahren für BMW's 2.0 D Registerturbo mit 204/214 PS (123D,ALPINA D3 Biturbo und X1 2.0sd). Dort funktionieren sie.

Was nix kosten darf ist nix. Ich verstehe, dass BMW die Verhandlungen mit Daimler über die gemeinsame Entwicklung einer komplett neuen Diesel-/Benzin-Moterengeneration frustriert abgebrochen hat. Jetzt entwickeln die Bayern selbst. Schließlich heißt die Fa.
"Bayerische Motorenwerke". Galt es doch seinen renommierten
Namen gegen die sparwütigen Schwaben hochzuhalten.


21. Dezember 2009 14:30
Michael Hinterpforte meint:
Der letzte Satz in dem Artikel ist echt klasse. "...und später mit Gewinn weiterverkaufen...". Hat schon mal jemand die Kalkulationen bei Vorführwagen der Marke Mercedes-Benz gesehen? Das ich nicht lache. Nicht nur (von der Wirtschaftswoche!!) schlecht recherchiert, sondern leider auch von der Autohaus, die ich ansonsten sehr schätze, ganz schlecht wiedergegeben.
Auf meinen Echtnamen verzichte ich aus sicher nachvollziehbaren Gründen.

3 Leserbriefe (Anzeige 1 bis 3)
1

"HB ohne Filter" vom 18. Mai

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute mit den Themen: BMW-Rekorde, Fiat-Kontraste und Die Autohaus-Zukunft: Personal! MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Mai: Automobile Zukunft mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

Professionelles Teile- und Zubehörmanagement im Autohaus

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Teile- und Zubehörlager ertragreich managen! Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr