7-Tage-Rückblick
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Vertragsstreit
"Behauptungen bei MDR waren falsch"
Unter Bezug auf die am 11. Februar 2010 ausgestrahlte Fernsehsendung MDR-Ratgeber von Peter Escher, in der seitens eines ehemaligen IG-Partners und auch von geschädigten Autofahrern schwere Vorwürfe gegen Innovation Group nobilas erhoben wurden, reagieren Kettner und Eisenhauer in ihrer Presseerklärung mit folgenden Ausführungen: "Wir lassen nicht zu, dass die Fachbetriebe in Misskredit gebracht werden. Die Behauptungen sind falsch. Wir haben daher rechtliche Schritte eingeleitet, um klarzustellen, dass Innovation Group und unsere Kooperationsbetriebe auf einer seriösen Geschäftsgrundlage zusammenarbeiten und keine Reparaturmängel in Kauf nehmen." In einem ergänzenden Telefonat mit AUTOHAUS-Schaden§manager wies Ralf Eisenhauer darauf hin, dass es sich in der MDR-Sendung um keinen Schaden eines IG-Partnerversicherers gehandelt habe, weshalb man sich nun auch aktiv gegen den Sender zur Wehr setzen werde.
Unbenommen davon, so die schriftliche Verlautbarung weiter, würden "Kooperationsbetriebe als auch Versicherer gelassen auf die Diskussion" reagieren. Als Repräsentantin der Kfz-Assekuranz wird in der Erklärung dazu Claudia Hammerschmidt, Leiterin Kraftfahrt-Schaden der Württembergischen Versicherung, wie folgt von der IG zitiert: "Wir wissen, dass Innovation Group sich sehr stark für die Sicherung der Reparaturqualität und Optimierung der Prozesse einsetzt. Bereits seit Jahren sammeln wir gute Erfahrungen mit dem Werkstattnetz und stellen fest, dass die Zufriedenheit unserer Versicherungsnehmer gerade beim gesteuerten Unfallschaden besonders hoch ist." Als Partnerbetriebs-Beleg dient in dem Papier anschließend nochmals Reinhard Beyer von der HOB: "Ich habe den Eindruck, dass die Betriebe ihre Aufträge so professionell abwickeln wie bisher und den Sturm im Wasserglas in Ruhe abwarten." Letztlich, so Beyer, müsse jeder Betrieb ohnehin individuell entscheiden, ob er den Konditionen zustimmen könne. Als weiterer, loyaler IG-Partner wird Pascal Dobberkau von der gleichnamigen Autowerkstatt in Biesenthal angeführt: "Eigentlich zählt nur eins: Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Betriebsinhaber sollten dabei vor allem das Interesse Ihres Unternehmens im Blick behalten."
"Factoring-Service ist klarer Wettbewerbsvorsprung"
Innovation Group bekräftigt derweil die Unterstützung ihrer Kooperationsbetriebe. "Gerade mit der schnellen Zahlung der Werkstattrechnung nach nur fünf Tagen verschaffen wir den Partnern einen klaren Wettbewerbsvorsprung", beschreibt Thomas Kettner das neue Factoring-Angebot des Stuttgarter Schadenmanagers. "Schon im vergangenen Jahr haben führende Betriebe einer Sicherung der betrieblichen Liquidität auf unserem Werkstattmeeting zugestimmt. Unternehmen, die bereits andere Wege gehen, bleibt freigestellt, ob sie unsere Lösung nutzen wollen." Grundsätzlich sei Innovation Group "optimistisch, dass viele Betriebe die neue Vereinbarung mittragen". Kettner weiter: "Wir sind uns bewusst, dass die Veränderungen auch Umstellung und Umdenken bedeuten. Daher werden wir weiterhin mit unseren Kooperationsbetrieben sprechen und für die Vereinbarung werben."
"Einflusslose Versicherer-Zeiten vorbei"
Innovation Group Europachef, Matthew Whittall, kommentiert in dem Papier: "In der Vergangenheit haben wir insbesondere für die Qualität der K+L Fachbetriebe geworben und der Großteil des vermittelten Reparaturvolumens von circa 200 Millionen Euro geht an solche Betriebe. Wir wollen weiterhin mehr Umsatz für diese Kooperationsbetriebe generieren, müssen aber gleichzeitig konkurrenzfähig bleiben."
Whittall führt abschließend aus: "Der Kfz-Versicherungsmarkt ist härter geworden, der Kostendruck nimmt stets zu. Die Zeiten, in denen Versicherer keinen Einfluss auf den Ort der Reparatur hatten, sind längst vorbei. Aber darin besteht auch eine große Chance für Dienstleister und Betriebe, die die Zeichen der Zeit erkannt haben. Schließlich haben wir ein gemeinsames Ziel – einen größeren Anteil an den Unfallinstandsetzungen, die die Assekuranz zu vergeben hat." (wkp)
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