Freitag, 25.05.2012
16.09.2008
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Daimler

Institutionelle Investoren für Lkw-Abspaltung

Institutionelle Investoren haben sich nach Informationen des "Handelsblatts" für eine Abspaltung der Lkw-Sparte bei Daimler stark gemacht. Dabei soll es sich um die DWS, Deutschlands größte Fondsgesellschaft, sowie SEB Asset Management handeln, berichtete das Blatt in seiner Dienstagsausgabe. Der Stuttgarter Autobauer wollte sich zu den beiden Fonds, deren Anteile unter der meldepflichtigen Schwelle von drei Prozent liegen, nicht äußern. Eine Sprecherin betonte jedoch: "Neue Investoren sind bei Daimler herzlich willkommen." Eine Abspaltung der Truck Group sei aber für das Management weiterhin kein Thema. "Allgemein lässt sich festhalten, dass wir mittelfristig einer Veräußerung der Lkw-Sparte durchaus positiv gegenüberstehen, da das Lkw-Geschäft sehr zyklisch ist und Synergien zwischen den Sparten nur sehr begrenzt vorhanden sind", sagte DWS-Fondsmanager Stefan Bauknecht dem "Handelsblatt". Thomas Körfgen, Geschäftsführer bei SEB Asset Management, erklärte: "Eine Abtrennung der Lkw-Sparte würde die Werte der einzelnen Bereiche klarer zum Vorschein bringen. Im aktuellen Marktumfeld ist jedoch sicherlich kein adäquater Preis für das Lkw-Geschäft zu erzielen." Prinzipiell würde sich DWS einer Abspaltung der Lkw-Sparte nicht verschließen, falls durch eine solche der Wert des Unternehmens gehoben werden könnte, teilte Bauknecht weiter mit. Derzeit seien die Bewertungen jedoch sehr tief gefallen. Viele Analysten und Investoren rechneten außerdem mit einem zyklischen Abschwung, der mindestens bis 2009 anhalten dürfte. "Deshalb erscheint mir ein Börsengang wenig erfolgversprechend. Darüber hinaus glaube ich nicht, dass sich ein harter Bieterwettkampf entwickeln dürfte." Nach Medienberichten soll der schwedische Finanzinvestor Cevian Capital bei dem Autobauer mit dem Ziel eingestiegen sein, die Nutzfahrzeugsparte aus dem Konzern herauszulösen und einen Verkauf oder Börsengang des Lkw-Bereichs in Angriff zu nehmen. Eine Bestätigung dafür gab es aber bislang nicht. Das Emirat Kuwait mit einem Anteil von 7,6 Prozent ist der einzige nennenswerte Anteilseigner bei den Stuttgartern. (dpa)

 
 
 
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