Freitag, 25.05.2012
30.12.2009
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Studie

Internet-Vermittler heizen Neuwagenkauf an

Der Neuwagenkauf über das Internet wird einer Studie zufolge kommendes Jahr kräftig zulegen. Neue Internet-Plattformen wie etwa www.price-optimizer.de, www.autohaus24.de, www.netcar.de oder www.meinauto.de böten den Kunden angesichts vieler Rabatte eine Preistransparenz, die es bisher so nicht gegeben habe, schreibt der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen in einer jüngst verbreiteten Kurzstudie. Bislang werde das Internet im Neuwagenhandel vor allem nur für die Werbung oder die Fahrzeug-Konfiguration genutzt. Autokäufer könnten sich daher in der Regel keine breite Rabattübersicht verschaffen. Die Internet-Vermittler würden dies nun zunehmend ändern. "Das Jahr 2010 wird damit das Jahr der Internet-Vermittler", erklärte Dudenhöffer. Die Internet-Portale treten dabei ähnlich wie bei Gebrauchtwagen nur als Vermittler zwischen Käufer und Autohaus auf. Der Kunde kann weiterhin die Ausstattung seines Wunschfahrzeugs festlegen und erhält der Untersuchung zufolge Rabatte von durchschnittlich 16 Prozent bei den 25 am häufigsten in Deutschland gekauften Wagen. Für den Ford Focus ermittelte die Studie 23,3 Prozent durchschnittlichen Rabatt, beim Fiat Panda sogar 23,8 Prozent. Altes Vertriebsmodell unter Druck Angesichts der erwarteten Rückgänge beim Verkauf von Neuwagen kommendes Jahr insgesamt wachse der Druck auf die traditionellen Händler, neue Absatzmöglichkeiten zu finden, schreibt Dudenhöffer. Zugleich komme das alte Geschäftsmodell "Autohaus" durch die Internet-Vermittlung zusehends unter Druck. Auch Autohersteller müssten sich schneller Gedanken machen, wie sie auf die Entwicklung reagieren können. (dpa)

 
 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

07. Januar 2010 13:22
Thomas Müller meint:
Leider ist es aktuell so, dass die Hdl. vor Ort nicht ihre Chance und Vorteil richtig nutzen. Als Autokäufer kann man da wirklich oft nur den Kopf schütteln, wie unprofessionell Händler auftreten.Als Interessent wird man im Autohaus ingnoriert bzw. Anfragen per Mail oder Telefon nicht bearbeitet. Probefahrten mit dem Wunschauto gleichen oft einem Ding der Unmöglichkeit oder werden vom Autohaus als tolle Leistung verkauft. Wenn man ein Produkt verkaufen möchte, sollte man es auch zeigen können.
Mit dieser (über versch. Marken beobachteter) Grundeinstellung wundert mich der Verkauf über das Internet nicht. Der Service dort kann nicht viel schlechter sein (natürlich gibt es auch positive Beispiele, die aber auch gesund sind).


04. Januar 2010 14:25
Hans von Ohain meint:
Ich kann ja verstehen, dass Dudenhöffers Ansichten keinen Autohändler begeistern. Dennoch wird seine Bedeutung dem ihm hier regelmäßig in den Beiträgen gegebenen Platz nicht gerecht.
Statt sich immer wieder auf diese polarisierende Figur zu stürzen und Häme, Spott und Hass über ihn zu gießen, sollten wir uns doch einfach mal mit dem beschäftigen, was im Markt los ist.

Noch machen die Kunden den Markt. Und die bezahlen eben nur soviel, wie ihnen die Ware wert ist. Unterschiedliche Kunden sind unterschiedliche Bedürfnisse sind unterschiedliche Preise. Und das alles mit unterschiedlichen Vertriebsformen. Jede hat ihre Berechtigung.
Nur sollte allen Beteiligten klar sein, dass es nicht so weitergeht, wie es immer war. Der Markt wächst nicht mehr, die Begeisterung für unsere Produkte schwindet, immer mehr andere relevante Dinge müssen von den Leuten selbst finanziert werden, Auflagen aller möglichen Art lassen das Autofahren teurer und spassärmer werden. Und dem Kunden ist es ziemlich Wurscht, ob der Händler unter der Knute eines Herstellers steht, ob er Millionen in Bau, Steine und Erden investiert, ob er knappe Renditen erwirtschaftet, immer schwieriger geeignetes bzw. qualifiziertes Personal findet.
Den Kunden interessiert nur sein wirtschaftlicher Vorteil. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Nur die Form des Umgangs damit hat sich verändert.

Den meisten Händlern würde es ganz gut tun, sich mal etwas tiefer mit der Lebenswirklichkeit ihrer avisierten Klientel zu beschäftigen. Dann würde es wohl etwas weniger Gejaule in solchen Foren und etwas mehr Kreativität und Tatkraft am POS geben.

Der erste Diskussionsbeitrag von Hans Sachs asgt doch eiegtnlich alles, oder?!


04. Januar 2010 13:10
A.Müller meint:
Beruhigt lese ich,dass der potentielle Kunde lt. Herrn D´s Studie
im Internethandel durchschnittlich 16% Nachlass erhält,wogegen
vorangegangenen Studien des Besagten von bis zu 40% Nachlass
im Autohaus möglich sind.?!

Sehr interessant!!

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