Freitag, 25.05.2012
23.06.2008
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Neuwagen

Italien torpediert CO2-Kompromiss

Italien lehnt den Kompromiss zwischen Deutschland und Frankreich über die künftigen CO2-Grenzwerte für Neuwagen ab. "Der Vorschlag ist für uns inakzeptabel, denn er prämiert Autos mit großem Hubraum und hohem Verbrauch", sagte die italienische Umweltministerin Stefania Prestigiacomo der "Süddeutschen Zeitung" (SZ; Montag). Deutschland und Frankreich, die beiden Staaten mit den größten Autoindustrien Europas, hatten sich kürzlich nach monatelangem Streit auf einen Kompromiss geeinigt (wir berichteten). Laut Zeitung fürchtet die italienische Politikerin Nachteile für heimische Hersteller. Der deutsch-französische Kompromissvorschlag schütze die Umwelt nicht und bestrafe jene europäischen Industrien, darunter auch die italienische, die effiziente Autos mit geringem CO2-Ausstoß herstellen, kritisierte Prestigiacomo. Nach einem Vorschlag der EU-Kommission sollen Neuwagen im Flottendurchschnitt ab 2012 nur noch 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen dürfen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatten diesen Anfang Juni grundsätzlich bestätigt, aber auch eine Reihe von Hersteller-Erleichterungen wie längere Übergangsfristen und geringere Strafen vereinbart. Der deutsch-französische Vorschlag solle zunächst allen EU-Umweltministern vorgestellt werden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf deutsche Regierungskreise. Der nächste Umweltgipfel finde Anfang Juli in Paris statt. (rp/dpa)

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

24. Juni 2008 08:49
Stefan meint:
"Effiziente Autos mit wenig CO2-Ausstoss", dass ich nicht lache. Die Italiener und viele andere Hersteller sind doch nur neidisch auf die deutschen Premiummarken. Italien sollte sich um seine eigenen Probleme kümmern. Abgesehen davon fährt doch nur ein Bruchteil der deutschen Bevölkeruhg eine Nobelkarosse mit hoher PS-Zahl und hohem Verbrauch. Die Fahrzeuge sind obendrein weltweit gefragt und angesehen. Das dürfen wir uns in Deutschland nicht kaputtmachen lassen. Es gibt so viele Möglichkeiten in der Industrie und bei der Strom- und Wärmeproduktion Energie zu sparen und neue Technologien einzusetzen. Warum werden diese nicht umgesetzt? Immer muss es der Autofahrer richten, dabei ist der Autoverkehr nur verschwindend gering an der Erzeugung von Treibhausgasen verantwortlich. Auf dem gesamten Globus werden wahnsinnige Umweltsünden begangen, aber hier ist der Euro 4 - Neuwagen Schuld an der Erderwärmung. Das kann doch nicht wahr sein!!

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