16.08.2010
Deutsche NW-Käufer werden immer angegrauter: Mittlerweile beträgt sein Durchschnittsalter 50,8 Jahre.
Studie
Jaguar und Mercedes haben die ältesten Käufer
Jaguar und Mercedes haben die ältesten Käufer. Dies geht aus einer Studie des Autoforschungszentrums der Universität Duisburg-Essen hervor. Demnach war der durchschnittliche Käufer eines Jaguar-Neuwagens im ersten Halbjahr 2010 56,5 Jahre alt, der eines Mercedes 56,1 Jahre.
Am jüngsten sind Mini-Käufer – sie sind im Schnitt 44,7 Jahre alt. Opel-Kunden sind 53,1, BMW-Käufer 52 und VW-Käufer im Schnitt 50,7 Jahre alt. Unter den Volumenherstellern in Deutschland hat Ford die jüngste Klientel mit durchschnittlich 47,8 Jahren.
Außerdem wird der typische Neuwagenkäufer seit Jahren älter und älter, wie es in der Studie weiter heißt: Mittlerweile beträgt sein Durchschnittsalter 50,8 Jahre. Im Gegenzug sinkt der Anteil der deutschen Neuwagenkäufer unter 40 Jahren: Er liegt laut der Analyse noch bei 20,2 Prozent, 2006 waren es noch 23,3 Prozent. Steigend ist dagegen der Anteil der über 70-jährigen Käufer: Sie stellen inzwischen 11,3 Prozent. (dpa)
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17. August 2010 17:09
E.Kühlwetter (wallibelli) meint:
@ Eugen Thoma,
Auffallend ist folgende Entwicklung: Seit dem Jahr 2000/2001
verringert sich kontinuierlich der Anteil bei den Neuwagenkaüfer unter 40 Jahren. Er lag damals bei etwa einem Drittel. Ein geringerer Teil dieses Potentials fährt inzwischen Dienstwagen. Speziell der A 3, MINI und 1 er BMW haben hier dem Privatmarkt Anteile weggenommen. Der größere Teil leist sich heute bei gleichem Budjet lieber einen Gebrauchten A 4 oder 3 er BMW als einen neuen Kleinwagen.
Fakt ist, die finanziellen Möglichkeiten und die zunehmende Unsicherheit dauerhafter Beschäftigungsverhältnisse beeinträchtigen das Absatzpotential in den jüngeren Zielgruppen. Zudem ist der Kaptital- und Betriebskostenaufwand eines Neuwagens bei städtischem Wohnort nicht mehr wirtschaftlich, sofern man keine hohe 4 stellige bzw. mindestens 5 stellige Kilometerleistung p.a. erreicht. Unter 10.000 km wird in einer Großstadt bei nicht vorhandenem Stellplatz ein neues Auto zum Klotz am Bein.
@ Herren Pütter und Ahrend,
Wem sagen sie das. Heute konzipieren und praktizieren 25-30 Jährige Produktschulungen, Produktkommunikationskonzepte und Absatzmaßnahmen, die meistens nie ein Auto verkauft haben, gescheige denn auf eigene Rechnung ein Neuwagen gekauft haben. Um es klar zu sagen. Bei einer Zielgruppe von unter 18 - über 80 kann man diese Dinge nicht mehr über einen Kamm scheren. Man muß differenziert vorgehen.
Der Jugendwahn in der Produktprofilierung basiert auf dem drückendem Bedürfnis der Marken, jüngere Käuferschichten für ihre Produkte zu gewinnen. Das Engagement M. Schumachers hatte nur diesen Grund. Die Alten kaufen sowieso, die sind meist marken- und händlertreu. Um die braucht man sich in diesem Bereich nicht so sehr zu kümmern. Es ist für junge Mitarbeiter ungemein schwierig, sich in die Situation von Senioren zu denken. Das geht nur mit kombinierten Alt- / Jungteams in den Zentralen. Es gibt aber kaum Produkt- und Marketingmanger über 40 Jahre.
Ich selbst habe über 20 Jahre als externer Dienstleister für die Industrie Produktschulungen konzipiert und durchgeführt. Seit ca. fünf Jahren bin ich dann ins Kundenmanagemnt gewechselt. Im emotionalen Kundenmanagement liegt die Zukunft bei der mittleren und älteren Genearation. Moderne Produkte setzt diese Klientel voraus. Das haben die Zentralen inzwischen erkannt. Kleinlich sind diese Kundengruppen auch nicht, sofern man ihnen emotional den Bauch pinselt. "Wertschätzung bringt Wertschöpfung". Achtsamkeit, Höflichkeit, Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen und Zuverlässugkeit zählen hier mehr als harte Produktfakten. Damit gewinnt und behält man die ältere Generation und die meisten Frauen effektiver.
17. August 2010 13:43
K.Pütter meint:
Günter Arend hat vollkommen recht. Die Diskrepanz zwischen Werbeauftritt und dem Alter der Kunden stimmt überhaupt nicht überein.
Bei den Damen gibt es nur Kleidergröße 36, bei den Autokäufern nur
die jungen Akademiker um die 30 - 35.
Ferner stellt man fest, dass gerade die älteren Käufer auch die Beratung von älteren Verkäufern suchen, sofern diese nicht schon satt sind und noch richtig Spaß am Automobilverkauf haben.
Irrsinnig auch die Schulungen, welche von den Marken durchgeführt werden, vielfach von Leuten, die keine Kritik oder praxisbezogene Vorschläge dulden. In meiner langjährigen Tätigkeit im Premium Segment blieben mir namentlich 3 - 4 Seminarleiter in Erinnerung, die, da auch aus der Praxis kommend, den Teilnehmern was geben konnten.
17. August 2010 10:48
Günther Arend meint:
Bekannt ist diese Tatsache in der Branche schon lange. Lustig zu beobachten ist die Diskrepanz zwischen jungem Werbeauftritt aller Marken und wirklichem Kundenalter. Dies gilt im Übrigen auch für das Verhältnis zwischen jugendlichem Autoverkäufer und seinen "alten" Kunden. Und es wird noch extremer...
Es wurden noch nie so viele Oberklasse-Fahrzeuge abgesetzt wie heute. Die Preissprünge sind auch für mich nur bedingt nachvollziehbar. Aber so erklärt sich das Alter der Käufer! Mercedes als "Opa-Auto"? Aber man sollte ja die Vergangenheit nicht zu sehr verklären!
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