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Jetzt offiziell: VW will Kleinwagen A1 in Brüssel bauen
Volkswagen will am Standort Brüssel grundsätzlich festhalten und dort von 2009 an den neuen Kleinwagen A1 produzieren. Nach dem Aus für die Golf-Produktion könnten mit dem künftigen Audi-Einstiegsmodell 3.000 Arbeitsplätze in Brüssel erhalten werden, teilte der Autobauer am Freitag mit. Ein VW-Sprecher betonte jedoch, es sei noch keine abschließende Entscheidung gefallen. "Wir sind noch im Verhandlungsprozess mit den Arbeitnehmervertretern", unterstrich er. In Brüssel sind etwa 4.000 von 5.400 VW-Jobs bedroht, weil die Golf-Produktion im kommenden Jahr komplett ins Stammwerk Wolfsburg sowie ins sächsische Mosel verlagert wird. Der designierte VW-Chef Martin Winterkorn und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch trafen sich am Freitag in Brüssel mit dem belgischen Premierminister Guy Verhofstadt zu einem Spitzengespräch. Nach Angaben von Winterkorn könnte das neue Audi- Einstiegmodell in einem Volumen von weit mehr als 100.000 Fahrzeugen pro Jahr in Brüssel gefertigt werden – allerdings nur, falls sich dies an dem Standort wirtschaftlich realisieren lasse. Ein Teil der 3.000 dafür benötigten Arbeitsplätze soll nicht direkt bei Volkswagen, sondern bei anderen Gesellschaften angesiedelt werden. Voraussetzung für die Produktion in Belgien sei, dass für die vom Golf-Abzug betroffenen Mitarbeiter eine Überbrückungslösung bis zum möglichen Produktionsbeginn des A1 gefunden werde könne. An dieser Lösung müssten sowohl die Arbeitnehmervertreter als auch die belgische Regierung mitwirken, sagte Winterkorn. Er betonte: "Wir sind heute im Interesse der Mitarbeiter im Werk Brüssel einen wichtigen Schritt vorangekommen. Beide Seiten sind sich darin einig, dass dieser Standort eine Zukunft hat." Winterkorn forderte die Beschäftigten in Brüssel auch auf, die Produktion wieder aufzunehmen. Für den Samstag war in Brüssel eine Demonstration gegen die Verlagerung der Golf-Produktion geplant. (dpa)
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(Foto: VW)
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