Freitag, 25.05.2012
09.03.2010
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Studie

Käufer verfolgen vor allem Toyota-Rückrufe

Im Markenvergleich leidet besonders Toyota unter den Rückrufaktionen zu Jahresbeginn. Dies zeigt der aktuelle "New Car Monitor" des Frankfurter Instituts für Markencontrolling Brand-Control. Da hauptsächlich der japanische Konzern mit seinen millionenfachen Rückrufen die Aufmerksamkeit der potenziellen Neuwagenkäufer auf sich ziehe, kämen andere Hersteller mit ähnlichen Aktionen, wie etwa Honda, Peugeot oder Citroën, eher glimpflich davon, heißt es in der Studie. "Das zeigt das primäre Problem von Toyota. Die Marke zieht nahezu sämtliche Mängelwahrnehmung auf sich, während sich die anderen Hersteller dahinter verstecken können", kommentiert Brand-Control-Chef Harald Jossé die Ergebnisse. Seinen Angaben zufolge nahmen 89 Prozent der befragten Kaufinteressenten die Rückrufaktionen eines oder mehrerer Hersteller zur Kenntnis. Dabei wussten 80 Prozent über die Toyota-Rückrufe Bescheid, dagegen nur 22 Prozent über die Honda-Maßnahmen. Dass auch Peugeot und Citroën Autos in die Werkstätten geordert hätten, sei nur 18 bzw. 16 Prozent aufgefallen, so der Marketingexperte. Nach Meinung von Jossé sind aktive Kommunikation und öffentliche Entschuldigung die Eckpfeiler des Problemmanagements: "Die Offensivstrategie von Toyota ist genau richtig, denn der Versuch, die Mängel zu verschweigen, wäre zum Scheitern verurteilt." Dafür würden schon interessierte Wettbewerber sorgen. Tiefe Kratzer am Image Laut Studie kratzt die Pannenserie massiv am Image von Toyota. Ein Drittel derjenigen, die die Rückrufaktionen der Japaner registriert hatten, haben nach eigenen Angaben nun ein schlechteres Markenbild. Hier kommen auch die anderen Hersteller nicht wesentlich besser weg: Bei Peugeot hat sich bei 31 Prozent das Image verschlechtert, bei Honda bei 27 Prozent und bei Citroën bei 24 Prozent. Für den "New Car Monitor" befragt Brand-Control monatlich 700 Autofahrer, die innerhalb der kommenden 12 bis 36 Monate den Kauf eines Neuwagens planen.

// Lesen Sie weiter auf Seite 2: Neuer Fall: Prius außer Kontrolle

 
 
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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

10. März 2010 10:11
Klaus-Peter Reincke meint:
Meines Erachtens geht es hierbei nicht um die Rückrufaktionen an sich. Es gibt regelmäßig irgendwelchen Rückrufe, egal welches Fabrikat. Bei manchen mehr, bei anderen halt weniger.

Was vielen Fahrern bei Toyota allerdings so bitter aufstößt, ist doch der Verdacht, dass man dort mit Rückrufen in der Vergangenheit sehr zurückhaltend war, nur um seinen Qualitäts-Image nicht zu gefährden. Lieber offen und konsequent damit umgehen, anstatt Leben aufs Spiel zu setzen.


09. März 2010 21:48
Dieter M. Hölzel meint:
Na, dann zählen wir halt mal auf, welche Hersteller schon alle solche
Rückrufaktionen hatten. Es mag ja sein, dass man vielleicht mal einen
Kunden mit dieser Diskussion, über Toyota, ein anderes Fabrikat ver -kauft, aber man muss nicht einen TOYOTA fahren, um diese Diskussion schäbig zu finden. Morgen schon kann man selber betroffen sein, man denke nur an klappernde Schiebedächer - Elektronik mit folgendem Motorschaden oder abstehende Kotflügel usw.! Der Kfz.-Branche tut diese Diskussion ganz sicher nicht gut, wenngleich man die Mängel
nicht bagatellisieren sollte. Ich möchte nicht zu jenen gehören die
sich weidlich darüber auslassen, daher verzichte ich auf die Nennung
all´ jener Fabrikate, die mit Rückrufaktionen schon ihre sehr teuere
Not hatten, aber eigentlich waren alle schon mal dran. Ganz spannend
wird es aber dann, wenn so ein einstiger Toyota Kunde mit seinem neu-
en Fabrikat auch......., na ja, Sie wissen schon ! Rückruf halt !
Bitte, schreiben Sie nun nicht gleich einen bitterbösen Kommentar, ich
wollte doch nur die " bittere " Wahrheit überbringen, die ist so
manches Mal tatsächlich bitter, aber nicht von mir erfunden !
Der geneigten Leserschaft wünsche ich viel Erfolg mit Ihren Stück-
zahlen, dass Sie von einer Rückrufaktion verschont bleiben mögen, da
steht man ja immer blöd da, obwohl man nichts dazu getan hat !

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