Mittwoch, 23.05.2012
21.03.2005
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Kalifornien-Klage: Rüffel für deutsche Autoindustrie

Neun große deutsche Umweltverbände haben den Widerruf einer Klage der deutschen Autoindustrie gegen ein Klimaschutzgesetz im US-Bundesstaat Kalifornien gefordert. Die Hersteller zeigten keine Verantwortung für den Umweltschutz, kritisierten die Verbände am Montag in Frankfurt. BMW, DaimlerChrysler, Porsche und Volkswagen hatten nach Angaben der Umweltschützer gemeinsam mit japanischen und amerikanischen Unternehmen gegen ein Gesetz geklagt, das den Ausstoß von Treibhausgas (CO2) von 2009 an begrenzen soll. Statt die klimapolitischen Bemühungen der USA als die größten Luftverschmutzer weltweit zu unterstützen, verhinderten die deutschen Hersteller bereits erste Versuche. Zudem kämen sieben der zehn Autos mit dem größten Spritverbrauch auf dem amerikanischen Markt aus deutscher Produktion. Mit der Klage entlarven sich die Hersteller aus Sicht der Verbände als Umweltsünder. "Anstatt spritsparende Fahrzeuge mit niedrigen Emissionen zu entwickeln, fordern sie auf dem Klageweg ihr Recht auf den Weiterbau sprithungriger und klimavernichtender Fahrzeuge ein", sagte der Sprecher der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch. In Kalifornien liegt der Anteil des Straßenverkehrs am CO2-Ausstoß laut den Verbänden bei 60 Prozent. Anfang 2006 soll ein Gesetz in Kraft treten, das die erlaubten Emissionswerte von Neufahrzeugen von 2009 an bis 2016 schrittweise verringert. 2016 läge der erlaubte Treibhausgas-Ausstoß dann bei 127,4 Gramm pro Kilometer, was einem Spritverbrauch von 5,3 Litern Benzin auf 100 Kilometern entspräche. In einer Selbstverpflichtung hatten sich die Hersteller auf europäischer Ebene nach Angaben der Umweltverbände auf 140 Gramm pro Kilometer (etwa sechs Liter Benzinverbrauch auf 100 Kilometern) bis zum Jahr 2008 geeinigt. (dpa)

 
 
 
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