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Überlebenskampf
Karmann hofft auf VW-Aufsichtsrat
Einen Tag vor einer für Karmann entscheidenden Sitzung des VW-Aufsichtsrats kämpft der insolvente Autozulieferer weiter um sein Überleben. Nach wie vor verhandele das Insolvenzverwalterteam mit Daimler über ausstehende Zahlungen, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann. Allerdings hätten andere Kunden inzwischen offene Rechnungen beglichen, so dass die Liquidität bis Ende November gesichert sei. Mit einem möglichen Einstieg von Volkswagen beim langjährigen Zulieferer Karmann beschäftigt sich der VW-Aufsichtsrat am Mittwoch. Ob eine Entscheidung zugunsten des Traditionsunternehmens fällt, war zunächst unklar. Aus Kreisen hieß es, noch hätten die Karmann-Eigentümerfamilien das Volkswagen-Angebot nicht angenommen. Es hieß aber auch, dass es bislang noch gar kein verbindliches Angebot von VW gebe. Aus Konzernkreisen wurde gefordert, die Karmann-Gesellschafter müssten sich bewegen. Offizielle Stellungnahmen von VW und von den Gesellschaftern gab es dazu nicht. Medienberichten zufolge will Volkswagen für Teile von Karmann rund 35 Millionen Euro zahlen, während die Gesellschafter 60 Millionen Euro fordern. Noch völlig offen ist, an welchen Teilen von Karmann VW Interesse haben könnte und inwiefern die Beschäftigten des insolventen Zulieferers von einem Einstieg profitieren könnten. SLK-Produktion ruht weiter Unterdessen kündigte der Karmann-Betriebsrat an, wegen der noch nicht bezahlten Rechnungen von Mercedes die Produktion von Rohbaumodulen für den Nobelhersteller weiter ruhen zu lassen. Betroffen davon ist die Herstellung des Modells SLK im Werk Bremen. Die Belegschaft sei nicht bereit, die Arbeit wieder aufzunehmen, wenn Mercedes nicht zahle, sagte Betriebsratschef Wolfram Smolinski.
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(Foto: Pixelio.de/Karmann/AHO-Montage)
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