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Dem insolventen Cabrio-Spezialisten Karmann droht zum Jahresende das Aus.
Insolvenzverfahren
Karmann läuft die Zeit davon
Wegen schlechter Auslastung droht dem insolventen Osnabrücker Cabriobauer Karmann das endgültige Aus. "Irgendwann wird es zu einem finanziellen Engpass kommen, wenn es keine weiteren Aufträge gibt", sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Donnerstag. Zwar würden mit vielen potenziellen Investoren intensive Gespräche geführt, bislang aber ohne Ergebnis. Möglicherweise drohe zum Jahresende oder schon früher das Aus, betonte er. Je mehr Zeit vergehe, desto schwerer werde die Fortführung des Unternehmens. Karmann brauche jetzt Aufträge, nicht erst 2012, sagte er mit Blick auf Spekulationen zu einem möglichen Auftrag von Volkswagen zu diesem Zeitpunkt. Die Zeitschrift "Auto Motor und Sport" schreibt in ihrer aktuellen Ausgabe, Volkswagen wolle den Kleinwagen Polo auch als Cabrio anbieten und prüfe, den Auftrag an Karmann zu vergeben. Der Autokonzern bezeichnete den Bericht jedoch als reine Spekulation. "Wir wissen nicht, wie lange Karmann ohne Aufträge dieser Art noch weiter fortgeführt werden kann", sagte der Sprecher von Hermann. Der Kern von Karmann sei nach wie vor die bereits im Sommer geschlossene Fahrzeugproduktion. Für die Teilbereiche Dachsysteme, Werkzeugbau sowie Forschung und Entwicklung gebe es Interessenten und intensive Verhandlungen, aber noch keine Abschlüsse. "Auch dort läuft uns die Zeit davon", sagte der Sprecher.
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(Foto: Clemens Bilan/ ddp)
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