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Karmann-Standort Rheine vor dem Aus
Der insolvente Autobauer Karmann will sein Werk im nordrhein-westfälischen Rheine Ende des Jahres schließen. Das bestätigte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Pietro Nuvoloni, am Freitag der dpa. Betroffen seien 107 Beschäftigte in der Cabrio-Verdeckfertigung, deren Arbeitsplätze an den Stammsitz in Osnabrück oder nach Polen verlagert werden sollen. Damit einhergehen soll "unter Umständen" auch die Verlagerung der Maschinen an die anderen Standorte. Die Gewerkschaft IG Metall Rheine hatte zuvor kritisiert, spezielle Maschinen zur Farbgebung von Dachsystemen stünden nur in Rheine. Der Umzug sei deshalb wirtschaftlich nicht sinnvoll. Mit einem Audi A4-Cabrio war im Februar das letzte komplett gefertigte Fahrzeug in Rheine vom Band gelaufen. Seither arbeiten dort noch rund 100 von einst mehreren hundert Beschäftigten. Nach den Worten Nuvolonis ist geplant, möglichst viele der Beschäftigten beim Standortwechsel mitzunehmen. Konkrete Zahlen, wie viele Mitarbeiter in Osnabrück und in Polen eingesetzt werden könnten, nannte er nicht. Die IG Metall sprach vom "überwiegenden Teil" der Arbeitsplätze, die nach Osnabrück verlagert werden sollen. Für die in Rheine bleibenden Beschäftigten ist laut Nuvoloni eine Transfergesellschaft im Gespräch: "Alles steht aber unter dem Vorbehalt der Finanzierung", betonte er. Einzelheiten werde es erst in den nächsten Monaten geben. (dpa)
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