Freitag, 25.05.2012
10.11.2009
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Elektroauto

Karmann und EWE stellen "E3" vor

Der angeschlagene Osnabrücker Autozulieferer Karmann und der Oldenburger Energiekonzern EWE haben am Dienstag das gemeinsam entwickelte Elektroauto "E3" offiziell vorgestellt. "Das Fahrzeug ist sehr viel leiser als eines mit Verbrennungsmotor", sagte der Projektmanager von Karmann, Stefan Schirmbeck, in Bremen, wo ein Prototyp für eine Probefahrt bereit stand. Der "E3" soll Strecken von rund 170 Kilometern zurücklegen können und eine Höchstgeschwindigkeit von 140 Kilometern pro Stunde erreichen. Der Wagen ist mit einer Leistung von 37 kW/50 PS bis 58 kW/79 PS ausgestattet und wiegt rund 1500 Kilogramm. EWE will mit dem "E3" vor allem Fragen des Stromnetzes erforschen. "Es gibt noch viel zu lernen", sagte der Leiter der Forschung und Entwicklung, Jörg Hermsmeier. Karmann hofft dagegen, ein neues Geschäftsfeld erschließen zu können. In den nächsten zwei Jahren müssten Grundsatzfragen geklärt werden, sagte Sprecher Christian Eick. "Es reicht nicht, ein bestehendes Auto zu nehmen und den Motor einfach durch eine Batterie zu ersetzen." Insgesamt sollen sechs bis acht Prototypen hergestellt werden. 2012 soll die Serienproduktion beginnen. Der traditionsreiche Autozulieferer Karmann aus Osnabrück musste in diesem Jahr Insolvenz anmelden. Die erst vor kurzem gegründete Tochter "Karmann E-Mobil GmbH" könnte die Zukunft sichern: Neben dem Bau des "E3" forschen die Ingenieure auch an einem Elektrokleintransporter, der 2011 in Berlin getestet werden soll. Produktion bei Karmann ruht weiter Die Beschäftigten des insolventen Autozulieferers Karmann lassen die Produktion für Mercedes unterdessen weiter ruhen. Die Belegschaft habe diese Entscheidung getroffen, weil es nach wie vor keine Einigung mit Daimler über noch ausstehende Rechnungen gebe, teilten Betriebsrat und IG Metall am Dienstag mit. Die Belegschaft sei nicht bereit, die Arbeit wieder aufzunehmen, wenn Mercedes nicht zahle, sagte der Betriebsratsvorsitzende Wolfram Smolinski. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters sagte, nachdem andere Kunden offene Forderungen beglichen hätten, habe das Unternehmen wieder genügend Mittel, um die Löhne und Gehälter für November zu bezahlen. (dpa)

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