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Insolvenzverfahren
Karmann weiter in Geldnot
Der von der endgültigen Schließung bedrohte Autozulieferer Karmann kämpft weiter um sein Überleben. Nach wie vor verhandelt Insolvenzverwalter Ottmar Hermann über ausstehende Rechnungen, um die Liquidität auch über den 1. November hinaus zu sichern. Der Sprecher des Insolvenzverwalters, Pietro Nuvoloni, sagte am Donnerstag: "Es geht um Forderungen von Karmann an mindestens drei Auftraggeber, die alle in Millionenhöhe sind." Unter anderem laufen Verhandlungen mit Mercedes. Anlass zu Hoffnung gebe jedoch, dass am Donnerstag eine erste Zahlung eingegangen sei: "Bei dem ersten Auftraggeber sind wir jetzt auf einem guten Weg", sagte der Sprecher. "Sicherheit oder Entwarnung bedeutet es noch nicht". Nuvoloni bestätigte zudem eine Meldung der "Neuen Osnabrücker Zeitung", wonach die ersten Auszubildenden die Kündigung erhalten haben. Sofern die Liquidität reiche, könnten sie bis Ende Januar beschäftigt werden und noch ihren Abschluss machen. Insgesamt absolvieren bei Karmann derzeit 136 Menschen eine Ausbildung. Davon hätten 61 bereits die Kündigung erhalten. Von den verbleibenden 75 soll etwa die Hälfte im Sommer den Facharbeiterbrief machen. "Hier wollen wir versuchen, über einen sozialen Topf mit Geldern von Dritten diese Ausbildung noch zu Ende zu finanzieren", sagte Nuvoloni. Das sei aber noch nicht gesichert. Für die restlichen Lehrlinge, die noch am Anfang ihrer Ausbildung stehen, solle versucht werden, mit Hilfe der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammer andere Betriebe zu finden.
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