Freitag, 25.05.2012
05.03.2008
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VW-Entwicklungschef

Kein Bedarf für Kooperationen

Volkswagen setzt im Bereich Forschung und Entwicklung trotz steigender Kosten in den kommenden Jahren weitgehend auf eigene Stärke. Im Verbund mit Audi und Porsche seien weitere Entwicklungskooperationen mit anderen Herstellern im Augenblick kein Thema, sagte VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg auf dem Auto-Salon in Genf. "Über die Grenzen des Konzerns hinaus, sehe ich im Augenblick keinen Bedarf." Auch Zukäufe auf speziellen Forschungsgebieten wie beispielsweise der Batterieentwicklung stünden nicht auf der Tagesordnung. Mit Blick auf zunehmend schärfere Abgasvorschriften und steigende Spritpreise werde auch die Entwicklung eines superleichten, extrem sparsamen Autos wieder interessant, sagte Hackenberg. "Wir werden uns das Thema Einliter-Auto nochmal anschauen." Der finanzielle Spielraum für die Entwicklung sei vorhanden. "Da kann man schön spielen." Früheren Angaben von VW-Chef Martin Winterkorn zufolge will VW spätestens im Jahr 2010 das Einliter-Auto auf den Markt bringen. Die Karosse des Umweltautos solle vornehmlich aus Kunststoff und Magnesium bestehen. Als Motorisierung ist ein Einzylinder-Motor mit 300 Kubikzentimeter Hubraum geplant. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 120 km/h liegen. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hatte im Frühjahr vergangenen Jahres den Bau eines Einliter-Autos angekündigt und im September am Rande der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA einen Produktionsstart bis zum Ende des Jahrzehnts in Aussicht gestellt. An dem Projekt hatte VW bereits gearbeitet, als Piëch noch Vorstandschef in Wolfsburg war. Im April 2002 war der VW-Patriarch zu seiner letzten Hauptversammlung als VW-Chef mit dem kleinen zweisitzigen Prototypen von Wolfsburg nach Hamburg gefahren. Das schmale Fahrzeug mit Karbon-Karosserie soll dabei lediglich 0,89 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer verbraucht haben. 2005 wurde die Entwicklung jedoch unter Hinweis auf die hohen Produktionskosten eingestellt. (dpa)

 
 
 
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