Freitag, 25.05.2012
21.07.2008
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VW

Kein schneller Siegeszug von Elektroautos

Volkswagen will in den kommenden Jahren mehrere Elektroautos auf den Markt bringen, sieht aber keinen schnellen Siegeszug der Technik. "Bis Elektroautos zweistellige Marktanteile haben, wird es noch 20 bis 25 Jahre dauern", sagte Jürgen Leohold, Leiter der VW-Konzern-Forschung, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Wolfsburg. Es gebe noch große Probleme bei der Reichweite, bei den Kosten und bei den Produktionskapazitäten für Hochenergie-Batterien. Prognosen, dass Elektroautos bereits Mitte des nächsten Jahrzehnts zu einem Massenphänomen würden, bezeichnete Leohold als "sehr optimistisch". Leohold sagte, VW wolle 2010 ein erstes serienmäßiges Elektroauto auf den Markt bringen, als Basis könnte die Designstudie "Up" aus der neuen Modellfamilie "New Small Family" eine interessante Variante sein. Märkte für Elektroautos seien zunächst Europa, Nordamerika und Japan. Leohold deutete zudem an, VW wolle auch größere Fahrzeuge als Elektroauto auf den Markt bringen. "Wir haben den Ehrgeiz, nicht nur die ganz kleinen Autos zu elektrifizieren, sondern auch unser Hauptsegment, die Golf-Klasse." Auch andere Hersteller arbeiten derzeit unter Hochdruck an Autos mit Elektromotoren. In den vergangenen Jahren habe sich zwar die Batterietechnologie durch die Lithium-Ionen-Batterie entscheidend weiterentwickelt. "Es gibt aber noch einen erheblichen Forschungs- und Entwicklungsbedarf." So seien die Batterien derzeit noch viel zu teuer. Chancen für Elektroautos sieht Leohold vor allem im Kleinwagensegment. "Wir werden im nächsten Jahrzehnt viele Elektrofahrzeug-Modelle sehen, die auf dem Markt erscheinen, aber vor allem für den Stadtverkehr." Dagegen könnten größere Fahrzeuge wegen des Gewichts und der Kosten für Lithium-Ionen-Batterien auf längere Zeit noch nicht als reine Elektroautos realisiert werden. Keine Alternative im Lkw-Bereich In bestimmten Segmenten gebe es überhaupt keine Alternative zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren, etwa bei Schwerlastwagen im Langstreckenverkehr. "Das ist heute undenkbar, dass die mit einer Batterie laufen." Es gebe aber noch großes Potenzial, Benzin- und Dieselmotoren effizienter zu machen. "Der Verbrennungsmotor wird noch in den nächsten 20 bis 30 Jahren im Fahrzeug sein", sagte Leohold. (dpa) Die Bemühungen der internationalen Autoindustrie in Sachen Elektroautos sehen Sie in der Bildergalerie.

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

21. Juli 2008 19:50
Dietmar Lehmann meint:
Wenn Die Industrie in einfachen verständlichen Sätzen deutlich kommunizieren würde das Alternativantriebe in naher Zukunft eben keine Alternative sind, dann hätten wir es an der Verkaufsfront einfacher.
Da aber der Handel kaum in der Lage ist die Angebote für den Kunden attraktiv zu gestalten um gestiegene Energiekosten zu kompensieren, ist die Industrie gefordert. In jedem Fall ist der Handel von dem unsäglichen Restwertrisiko zu befreien. Die kalkulierten Restwerte waren schließlich auch von der Industrie vorgegeben um entsprechende Raten anbieten zu können. Das war ein Irrweg zu dem man stehen muss.
Das Ganze gewinnt gerade jetzt an Bedeutung, da das Leasing oder eine Ballonratenfinanzierung, offensichtlich eine der Möglichkeiten ist, Zeiträume zu überbrücken bis es alternative Antriebe gibt und der Kunde keine Angst davor haben braucht eine verkehrte Entscheidung zu treffen. Im Moment trifft er lieber keine Entscheidung.

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