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Die deutschen Amtsgerichte meldeten im Mai 105 Insolvenzverfahren von Autohäusern und Werkstätten – 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr.
Statistiker
Keine Entwarnung bei Kfz-Pleiten
Im Mai sind erneut mehr Kfz-Betriebe in die Insolvenz gefahren als im Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch bekannt gab, meldeten die deutschen Amtsgerichte 105 Insolvenzverfahren für diesen Wirtschaftsbereich – 6,1 Prozent mehr als im Mai 2009. Davon waren insgesamt 1.076 Beschäftigte betroffen. Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger beliefen sich auf knapp 85 Millionen Euro.
Im Gegensatz zum April steckte im Mai der Autohandel in der Krise. Den amtlichen Berechnungen zufolge standen 56 Autohäuser vor dem Aus (plus 5,7 Prozent). Im Bereich "Instandhaltung und Reparatur von Kfz" waren es dagegen nur 29 Betriebe. Das entspricht einem Rückgang um 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
In den ersten fünf Monaten dieses Jahres gingen 563 Autohäuser und Werkstätten mit 3.260 Beschäftigten in die Knie, ein leichtes Plus von 1,4 Prozent. Die Forderungen summierten sich auf rund 336 Millionen Euro. Erfreulich: Das erwartete Händler-Sterben nach Ende der Umweltprämie ist bislang ausgeblieben. Von Januar bis einschließlich Mai waren 286 Handelsbetriebe zahlungsunfähig und damit 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bei den Werkstätten stieg dagegen die Zahl der Insolvenzverfahren um 17,4 Prozent auf 189.
Der Wirtschafts- und Informationsdienst Creditreform rechnet nach Angaben vom Mittwoch damit, dass sich die Insolvenzrisiken für mittelständische Unternehmen in den kommenden Monaten weiter abschwächen werden. (rp/dpa)
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