Freitag, 25.05.2012
21.11.2006
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VW

Keine Golf-Produktion mehr in Brüssel

Volkswagen verlagert die bisherige Golf-Produktion in Brüssel nach Deutschland. Das teilte der Autokonzern am Dienstag mit. Mit diesem Schritt ließe sich der Golf günstiger bauen. Künftig werde der Golf nur noch in Wolfsburg und Mosel bei Zwickau gebaut. Das Werk in Brüssel soll nicht geschlossen, aber neu ausgerichtet werden. Derzeit sind dort etwa 5.400 Menschen mit der Fertigung des Golf und des Kleinwagens Polo beschäftigt. Nach dem Umbau könnten lediglich 1.500 Arbeitsplätze erhalten bleiben, sagte VW-Produktionsvorstand Reinhard Jung am Dienstag in Brüssel laut belgischer Nachrichtenagentur Belga. Die Gewerkschaften vor Ort gingen bislang vom Wegfall von bis zu 2.000 Stellen aus. Die Beschäftigten wurden auf einer Betriebsversammlung über die Pläne unterrichtet. VW-Produktionsvorstand Reinhard Jung sagte in Brüssel, das Unternehmen müsse nicht einmal zusätzliches Geld investieren, um die Kosten zu senken. "Konzepte, die eine Golf-Produktion in Brüssel einbeziehen, rechnen sich nicht", sagte Jung. Das Unternehmen werde alle Möglichkeiten prüfen, um möglichst viele Arbeitsplätze in Brüssel zu erhalten. "Wir wissen um unsere Verantwortung", sagte er. Wie lange die Umstrukturierung dauern werde, hänge von den Verhandlungen mit den Beschäftigten ab. "Fest steht aber, dass wir keine Zeit zu verlieren haben." Arbeitnehmer bis Mittwoch im Ausstand Bereits am gestrigen Montag hatten drei belgische Gewerkschaften das gesamte Personal im VW-Werk Brüssel zum Ausstand bis Mittwoch aufgerufen. Die Arbeitnehmervertreter luden die Beschäftigten zugleich zu einer Betriebsversammlung ein, auf der sie am Mittwochmorgen über den Umstrukturierungsplan für die Fabrik berichten wollen. Die EU-Kommission will bei der Bewältigung der anstehenden Entlassungen helfen. Wie ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte, bereitet Regionalkommissarin Danuta Hübner eine Sondersitzung mit Vertretern der zuständigen Regionalregierung vor. Dabei werde es um die Frage gehen, wie die Folgen der VW-Entscheidung abgefedert werden können. (dpa)

 
 
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