Versprechen: Keine Kündigungen bis 2010 bei Opel

21.11.2008 15:19 Uhr
Opel-Chef Hans Demant versprach in einem Interview, dass der Hersteller bis 2010 keine Kündigungen aussprechen will.
© Foto: Torsten Silz/ddp

Hans Demant betonte in einem Interview, dass der mit den Gewerkschaften geschlossenen Zukunftsvertrag unangetastet bleibt. Während er zudem Überlegungen zu einer Verstaatlichung Opels eine Absage erteilte, sorgten weitere Aussagen für Überraschung.

Opel will trotz der Krise am Automarkt auf Kündigungen in Deutschland bis 2010 verzichten. Der mit den Gewerkschaften geschlossenen Zukunftsvertrag werde erfüllt, sagte Opel-Chef Hans Demant der Fachzeitschrift "Autogazette". "Wir müssen unsere Produktion den Marktbedingungen anpassen - das bewältigen wir ohne Personalabbau", sagte Demant nach Angaben der Zeitschrift vom Freitag. Die Bundesregierung sieht unterdessen trotz der unsicheren US- Hilfen für den Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) derzeit keine neue Entscheidungsgrundlage für eine Opel-Bürgschaft. Die Regierung werde sich nicht davon abhängig machen, wann in anderen Staaten über Maßnahmen entschieden werde, sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg am Freitag in Berlin. In den USA waren geplante Soforthilfen für die ums Überleben kämpfende amerikanische Autoindustrie zunächst gescheitert. Opel-Chef Demant sagte der "Wirtschaftswoche", er sehe die Liquidität von Opel "noch weit bis ins nächste Jahr" als gesichert. "Wir haben nicht das Problem, dass wir demnächst mit dem Rücken an der Wand stehen. Wir fragen nach einer Bürgschaft nur für den Fall, dass sich die Situation bei GM in den USA noch weiter verschlechtert und wir dann keinen Zugriff mehr auf Geld des Mutterkonzerns hätten", sagt Demant der Zeitschrift. Demant bestreitet Schulden von GM In einem Interview mit dem Internetportal der "Frankfurter Rundschau" bestritt Demant Darstellungen, dass der Mutterkonzern General Motors Schulden bei dem Rüsselsheimer Unternehmen habe, etwa für Leistungen der deutschen Entwicklungsabteilung. "GM hat keine Schulden bei Opel", sagte er "FR-Online". Man habe "nur für den Fall um eine Bürgschaft gebeten, wenn sich die Situation bei GM in den USA weiter verschlechtern" und Zahlungen ausbleiben sollten.

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