Schweden: Keine Staatsgelder für Saab

13.02.2009 03:58 Uhr
GM soll Kreditgarantien über 466 Millionen Euro bei der schwedischen Regierung für Saab erbeten haben.
© Foto: Saab

Die schwedische Regierung will dem Wunsch nach staatlichen Bürgschaften von General Motors für seine Tochter nicht nachkommen. Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt sieht die US-Mutter in der Verantwortung.

Rückschlag für General Motors (GM): Schwedens Regierung will dem Wunsch nach staatlichen Bürgschaften des angeschlagenen US-Autokonzerns für seine schwedische Tochter Saab nicht nachkommen. Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt sagte der Stockholmer Nachrichtenagentur TT: "General Motors muss die Verantwortung selbst tragen." In dem am Freitag verbreiteten Interview meinte er weiter, der schwedische Steuerzahler könne "keine direkte Verantwortung dafür übernehmen, was weiter mit dem Markennamen Saab geschieht". Nach offiziell unbestätigten Medienangaben soll GM Kreditgarantien über 600 Millionen Dollar (466 Millionen Euro) bei Reinfeldts Regierung erbeten haben, um das Überleben der relativ kleinen schwedischen Tochter zu sichern. Als unmittelbarer Kreditgeber soll die Europäische Investitionsbank (EIB) fungieren. Hintergrund für die ablehnende Haltung der Regierung in Stockholm sind Bemühungen hinter den Kulissen, sowohl Saab wie auch den zu Ford gehörenden heimischen Konkurrenten Volvo ohne die jeweilige US-Mutter überlebensfähig zu machen. Beide schwedischen Autohersteller sollen verkauft werden. (dpa)

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