Freitag, 25.05.2012
06.03.2007
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Kfz-Gewerbe ächzt unter Mehrwertsteueranhebung

Die Mehrwertsteuererhöhung hat den Automarkt zum Start ins Jahr ausgebremst und dem deutschen Kfz-Gewerbe eine tiefe Delle zugefügt. "Der Start in das neue Autojahr war über Erwarten holprig", sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, Robert Rademacher, am Dienstag anlässlich der bevorstehenden Internationalen Handwerksmesse IHM (8. bis 14. März) in München. Trotz zweistelliger Rückgänge im Februar bei den Neuzulassungen und einer vergleichsweise schwachen Auslastung der Werkstätten sei man aber für das Gesamtjahr 2007 verhalten optimistisch. In der Debatte um den Klimawandel und um eine schadstoff-orientierte Reform der Kfz-Steuer forderte Rademacher eine Rückkehr zur Sachlichkeit. "Für ideologische Effekthascherei darf es keinen Platz geben." Der Vorstand des Zentralverbandes habe sich bei seiner Klausurtagung in der vergangenen Woche für eine rasche Reform der Steuer auf Basis der CO2-Orientierung ausgesprochen und seine Gesprächsbereitschaft signalisiert. "Diese Reform ist ein vernünftiger Weg", sagte Rademacher. Der Verband geht aber davon aus, den schwachen Start im Jahresverlauf weitgehend aufholen zu können. Die Zahl der Auto-Käufe werde in diesem Jahr voraussichtlich wieder das Vorjahresniveau von 10,2 Mio. erreichen, sagte Rademacher. Einschließlich privater Autokäufe und -verkäufe hatte der Gesamtmarkt im vergangenen Jahr ein Volumen von 141 Mrd. Euro. Der Gesamtumsatz bei Händlern und Handwerk, der 2006 um 4,5 Prozent auf 131,1 Mrd. Euro zulegte, könnte aber wieder leicht auf rund 129 Mrd. Euro zurückgehen. Sorgen bereiten der Branche weiterhin teils ruinöse Rabattschlachten, bei denen auch einige Hersteller kräftig mitmischten, beispielsweise mit der Ankündigung, Kunden die Mehrwertsteuererhöhung zu erlassen. "Das ist aus meiner Sicht eine Kapitulationserklärung der Marketingabteilungen", sagte Rademacher. Durchschnittspreise sind gestiegen Im vergangenen Jahr hätten sich die Kunden in Deutschland den Autokauf wieder etwas mehr kosten lassen. Die Durchschnittspreise für Neu- und Gebrauchtwagen im markengebundenen Fachhandel seien vor allem deshalb gestiegen, weil die Kunden höhere Ansprüche an Zusatzausstattung für Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Komfort stellten. Die Preiserhöhungen hätten bei 1,6 Prozent gelegen und die Steigerung beim tatsächlich bezahlten durchschnittlichen Neuwagenpreis bei 2,5 Prozent. Das liegt auch daran, dass sich die Kunden teurere und größere Autos leisteten. Sie zahlten im vergangenen Jahr im Schnitt 24.480 Euro für einen neuen Pkw. Der Marktanteil des Markenhandels im Neuwagengeschäft war nach ZDK-Angaben erneut rückläufig. Er zeichnet nur noch für 68 Prozent aller Neuzulassungen verantwortlich. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lag der Anteil noch bei 90 Prozent. (dpa/ng) Mehr zur GW-Bilanz 2006 und zur GVO-Zukunft aus Sicht des ZDK finden Sie hier. Mehr zur Service-Bilanz des ZDK finden Sie hier.

 
 
 
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