Donnerstag, 24.05.2012
15.10.2007
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Kfz-Gewerbe beklagt heftigen Umsatzverlust

Angesichts sinkender Erträge rechnet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) mit mehr Pleiten bei Händlern und Werkstätten. Die Umsatzrendite sei in diesem Jahr wieder stark unter Druck geraten, im Bundesdurchschnitt sei allenfalls eine "schwarze Null" wahrscheinlich, sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher am Montag bei einer Bundestagung in Bremen. Bereits im ersten Halbjahr 2007 habe der Pkw-Handel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 270 betroffenen Betrieben 6,3 Prozent mehr Insolvenzen angemeldet. Die Zahl der Insolvenzen bei Reparaturbetrieben ging jedoch um 2,4 Prozent auf 166 zurück. Doch die Werkstätten verzeichneten von Januar bis September 2007 eine etwas geringere Auslastung als noch im Vergleichszeitraum 2006. "Die Autos sind sicherer geworden, die Beulen werden weniger", sagte Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk. Die Zwischenbilanz per Ende September zeige einen nicht mehr aufholbaren Rückstand beim Verkauf von neuen und gebrauchten Pkw, sagte Rademacher auf der Bundestagung. Das kumulative Minus betrage rund 200.000 bei neuen und 250.000 bei gebrauchten Pkw. Dies entspreche einem Umsatzverlust von fünf Mrd. Euro. Diese Lücke könne weder die gute Nutzfahrzeugkonjunktur noch das im letzten Quartal des Autojahres erwartete Wachstum im Service- und Teilegeschäft schließen. Drei Prozent Umsatzminus Nach rund 131 Mrd. Euro Gesamtumsatz im Vorjahr geht der ZDK 2007 von einem dreiprozentigen Minus aus. Der Gesamtmarkt werde in diesem Jahr eher 3,1 als 3,2 Mio. Neuzulassungen bringen, prognostizierte der Verbandspräsident und machte wenig Hoffnung für das kommende Jahr: "Der Druck in der Branche wird 2008 noch zunehmen." Chancen für eine Expansion sieht Rademacher im Winterreifengeschäft, in der Glasreparatur, bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie bei Oldtimern und im Tuning. VDA-Präsident Matthias Wissmann sagte in Bremen, dass er für die kommenden Monate mit einer gewissen Belebung der inländischen Nachfrage rechne. Als Gründe nannte Wissmann den Ersatzbedarf, neue Modelle und die baldige Entscheidung zur Umstellung der Kfz-Steuer. Wissmann: "Nahezu jeder vierte Besucher der IAA plant den Kauf eines Pkw in den nächsten sechs Monaten; davon erwägen 60 Prozent einen Neuwagenkauf." Dagegen konstatierte Rademacher: "Der Privatkunde kauft mehr und mehr gebraucht." (dp/dpa)

 
 
 
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