Dienstag, 07.02.2012
07.02.2008
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Bioethanol-Beimischung

Kfz-Gewerbe fordert Versachlichung

Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe hat heute vor übereilten Spekulationen über betroffene Fahrzeugvolumina bezüglich einer höheren Ethanolbeimischung ab Januar 2009 gewarnt. Die anhaltende Diskussion mit Mengendefinitionen zwischen 33 Millionen und 375.000 Fahrzeugen zeige, dass jetzt eine sorgfältige technische Prüfung aller Fahrzeugmodelle mit Ottomotor erfolgen müsse, sagte Verbandssprecher Helmut Blümer. Der Vorstand des Kfz-Gewerbes sprach sich in einer Mitteilung für eine bestandsneutrale Regelung aus. In der Frage der sogenannten E 10-Kraftstoffe sei auch die Politik gefordert, "Entscheidungen mit Augenmaß und einem verbraucherfreundlichen Zeitfenster" zu treffen. Dabei dürfe die globale Klimabilanz nicht vergessen werden. Die aktuellen Diskussionen würden die Autofahrer weiter verunsichern und ihre Kaufentscheidung beeinflussen. Erste Auswirkungen seien bereits in den Gebrauchtwagenabteilungen zu spüren, da die Frage nach der E10-Verträglichkeit von älteren Fahrzeugen nicht immer beantwortet werden könne. Wie berichtet, können wegen der erhöhten Biospritbeimischung ab 2009 offenbar mehr Fahrzeuge als bislang angenommen keinen herkömmlichen Superkraftstoff mehr tanken. Der ADAC hatte in dem Fernsehbericht davor gewarnt, dass künftig Millionen von Autofahrern gezwungen seien, Super Plus zu tanken, um die Ethanol-Korrosion und damit Schäden im Bereich der Kraftstoffleitungen und der Einspritzpumpe zu vermeiden. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) beharrt dagegen auf der Aussage, dass in Deutschland nur rund 375.000 Fahrzeuge auf Super Plus umsteigen müssen. Peugeot-Modelle ab Juli 1998 "vorbehaltlos" E10-kompatibel Nach zunächst abweichenden Angaben haben die meisten Hersteller mittlerweile die Verträglichkeit älterer Fahrzeuge mit dem E10-Kraftstoff versichert. Am Donnerstag teilte auch Peugeot mit, dass Benzinmodelle ab Produktionsdatum 1. Juli 1998 "vorbehaltlos" E10-kompatibel sind. Dies entspreche dem größten Teil aller derzeit in Deutschland zugelassenen Peugeot-Fahrzeuge, hieß es. (rp)

 
 
 

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