12.02.2010
Präsident Ernst-Robert Nouvertné (2.v.r.), Landespressesprecher Bruno Kemper (3.v.r.) und Walter Ritzel, Vorsitzender des NRW-Fabrikatsausschusses (1.v. l.) bei der Klausurtagung am 28./29. Januar 2010 in Datteln.
"Verwerfungen im Neuwagenverkauf"
Kfz-Gewerbe NRW schießt gegen Internet-Vermittler
Das Kfz-Gewerbe Nordrhein-Westfalen hat vor "Verwerfungen im Neuwagenverkauf" gewarnt, die durch die wachsende Anzahl von Internetportalen für Verbraucher verursacht werden. Auf seiner Klausurtagung im Jammertal bei Datteln rief der Vorstand Händler, Fabrikatsvereinigungen und Hersteller auf, gemeinsame Sache bei der Rettung des selektiven und qualifizierten Neuwagenverkaufs zu machen.
"Wenn hier nicht so schnell wie möglich gehandelt wird, nehmen die Neuwagen-Internet-Verkäufe weiter zu und die Anzahl der regionalen Autohäuser durch noch stärkere Ertragseinbrüche weiter ab. In der mittelfristigen Konsequenz wird jedoch die Marke am Marktanteil verlieren, die dieser Entwicklung Vorschub leistet oder sie duldet", betonte der Vorsitzende des NRW-Fabrikatsausschußes Walter Ritzel. Er kündigte an, Lösungsvorschläge auf der nächsten Sitzung seines Ausschusses als Denkanstoß für die Branche auszuarbeiten.
"Die Interessenten nutzen unsere großzügige Neuwagenausstellung zur Information und lassen sich von den zertifizierten Automobilverkäufern beraten. Nach einer ausgiebigen Probefahrt legen sie schließlich das hochrabattierte Angebot aus dem Internet auf den Tisch", erklärte Landesverbandspräsident Ernst-Robert Nouvertné. Die Akteure hinter den Neuwagenportalen seien autorisierte Fabrikatshändler in Deutschland, die neben ihrem Einzelhandelsgeschäft in der Region die Internetportale mit höchsten Rabatten zur Erzielung vermeintlich zusätzlicher Deckungsbeiträge nutzten. (se)
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(Foto: Kfz-Gewerbe NRW)
04. August 2010 10:47
Dirk Leipertz meint:
Die Frage ist doch , wie kommen Vermittlern zu Rabatten und wer und Warum gibt Ihnen diese Möglichkeiten.
Es sind die Vertragshändler welche den Druck des HErstellers bezüglich der Stückzahlen die sie umsetzen müssen nicht mehr standhalten.
Und die HErsteller WISSEN das! Dieser Schmale Grad wird doch geduldet vom Hersteller. Gesunder Wettbewerb fördert Absatzmöglichkeiten.
Am ende wird es so laufen: Die Hersteller tun sich zusammen , heben den Rügefinger nach dem Motto ( eine Vermittler mehr) und schreiben weniger Zahlen.
Danach wird ein oder mehrere Hersteller heimlich dennoch dazu greifen VErmittler wieder zu benutzen um den anderen unter dem Deckmantel der Moral im vorteil zu sein.
Ich bin dafür diese GEscfhäfte leben zulassen ( selbstverständlich auch aus Eigenutz) aber irgendwo GRenzen zu setzen das es nicht zu einer Automobilinflation irgendwann kommt. Ein Miteinander ist hier nämclih sehr gut möglich ansonsten werden wir hier irgendwann Fahrzeuge aus China oder USA fahren.
04. August 2010 10:39
Fahrzeugvermittlung24 meint:
Ich finde guter Service und gute Beratung sowie Austellungsfahrzeuge sind immernoch ein Grund das viele Kunden aus persönlichen Präferenzen ein Autohaus betreten und dort auch ein Fahrzeug kaufen. In einer Service Wüste wie Deutschland ist es kein Wunder das der eine oder andere Kunde der evt nach 15 Minuten nach betreten des Autohauses erst angesprochen wird im Autohaus dieses auch ohne Beratung dann wieder verlässt. Eine Fahrzeugvvermittlung kann vieles nicht bieten was ein Händler mit Autohaus bieten kann. vond er Finanzierung über die HErstellerbank bis zur Auge in Auge Beratung direkt am Fahrzeug oder Probefahrten.
Man soltle sich Fragen warum viele HErsteller nicht genügend Stückzahlen auf die strasse bringen. Es liegt doch am ende imemr nur am Preis. Wenn man bedenkt was heute ein Kleinstwagen kostet ist dieser nicht wirklich für jedermann erschwinglich. Der Druck der Vermittler sowiedie gesteigerte Nachfrage nach RE importen wird alles nicht einfacher machen. Den Weg der Vermittler mit Ach udn Krach zu unterbinden wird niemal s klappen da der Kunde seid Jahren weiss was möglich ist und nicht bereit sein wird Fahrzeuge mit wenig Rabatt ind er Zukunft zu kaufen. Der MArkt der ImportFahrzeuge wird an diesem Kleinkrieg der Sieger sein sowie neue Möglichkeiten Jahreswagen wieder an den Mann zu bringen. Am Ende sind wir alle Verlierer und das Ausland reibt sich die Hände. Ich bin der MEinung das wir eher zusammenarbeiten soltle und vorzugsweise den Export ankurbeln. Aber Deutsche Neufahrzeuge ind en Export zu verkaufen scheint nach wie vor ein Rotes Tuch für die HErsteller zu sein. Man soltle den Spiess umdrehen gegen den Re import anstatt sich innerhalb deutschlands so zu bekämpfen. Selbst mit den derzeitgen Rabatten seis über Liefervereinbarungen oder Rahmenabkommen bereichern sich die Automobilhersteller . Zwar nicht so wie ein reines Endkunden geschäft aber Gewinn wird doch gemacht sonst würde ein Fahrzeughersteller diese Möglichkeiten nicht anbieten.
16. März 2010 18:57
Harald Jumpertz meint:
Dies ist in meinen Augen ein Rückfall in die gute alte Zeit, als Markenvertragshändler noch einen "vierstelligen Provisionsertrag" generieren konnten. Das zielt meiner Meinung nach darauf ab, das dem Kunden im Autohaus noch ein geringer Nachlass eingeräumt wird, die restlichen dicken Prozente das Autohaus selber einstreicht. Ob man diese Entwicklung im Zeitalter des Internets nochmal auf diesen Stand der 80er Jahre zurückdrehen kann, wird bezweifelt.
Aber letztendlich wird der Kunde entscheiden, welcher Weg der Zukünftige sein wird.
Zumal unter diesem Aspekt der Kunde auch wieder vermehrt nach Reimporten ausschau halten wird.
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