Samstag, 04.02.2012
31.05.2007
Share |
 

Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein: Letzte Chance für die IG-Metall

Die Delegierten-Tagung des schleswig-holsteinischen Kfz-Gewerbes hat heute durch eine Satzungsänderung den Weg für einen eventuellen Ausstieg aus dem Flächentarifvertrag geebnet, diesen aber noch nicht endgültig beschlossen. Zunächst werde an diesem Vertrag festgehalten, um in neuerlichen Gesprächen mit der IG-Metall flexible Konzepte für die starken konjunkturellen Schwankungen der Kfz-Branche zu erarbeiten, hieß es in einer Mitteilung. Aus diesem Grund wurde vorerst nur der Manteltarifvertrag fristgerecht gekündigt. Äußerungen von Verbandsgeschäftsführer Bernd Schweitzer deuten allerdings daraufhin, dass der Verband bald auch – wie zuvor Bayern und Baden-Württemberg – den letzten Schritt gehen könnte: In den letzten Jahren sei die Suche nach flexiblen Lösungen bei der Entlohnung gemeinsam mit der Gewerkschaft sehr beschwerlich gewesen, erklärte Schweitzer. "Erste Lösungen, wie zum Beispiel der vor zwei Jahren vereinbarte Weiterbildungsvertrag, werden von der IG-Metall heute bereits wieder in Frage gestellt." "Flexibilisierung ist für uns keine rhetorische Floskel für Lohndumping, sondern die langfristige Sicherung der betriebswirtschaftlichen Basis unserer Betriebe und damit auch die Sicherung von Arbeitsplätzen", sagte Verbandspräsident Axel Grüning. Beim Vertrieb von Neuwagen müssten die Mitgliedsbetriebe mit Schwankungen von bis zu 25 Prozent monatlich leben. Im Servicegeschäft seien sie dem Wettbewerbsdruck der großen Werkstattketten ausgesetzt, die ihre Mitarbeiter zumeist unter Tarif bezahlten und nur in seltenen Fällen einen Beitrag für die berufliche Ausbildung junger Menschen leisteten. "Die IG-Metall muss verstehen, dass zukunftsfähige Konzepte nicht mit Patentrezepten aus den 60er Jahren gefunden werden können", ergänzte Schweitzer. "Wir hoffen, dass sich die IG-Metall auf allen Ebenen mit dem gleichen Eifer auf die Suche nach praktikablen Lösungen für unsere Branche macht, wie Sie diesen beim Organisieren von Pressekonferenzen und Kundgebungen gezeigt hat." (ng)

 
 

Zurück Artikel bookmarken Kommentar abgeben Artikel drucken Heft-Abo
 

IHR KOMMENTAR

Ihr Kommentar:*
Ihr Name:* Ihre E-Mail:*
Liebe Leser,
aus Gründen der Fairness wird die AUTOHAUS Online-Redaktion nur noch Kommentare freischalten, die der Netiquette entsprechen und mit vollem Namen (keine Pseudonyme) gekennzeichnet sind.
* Bitte geben Sie hier die Lösung der links gezeigten Aufgabe an:
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe

"HB ohne Filter" vom 3. Februar

Kommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat

Heute: GVO, Winterschlussverkauf, CRM, Die Welt von Ford, Abschied von der Normalität. MEHR

Frage der Woche

Download

AUTOHAUS-Bildschirmschoner

Ob Autopremiere, Politdebatte oder Promi-Schnappschuss – mit dem "I Saver" sind Sie immer auf dem Laufenden. mehr

Bildergalerien

Branchenrecht


Händlerbefragung

Die aktuelle Ausgabe des AUTOHAUS pulsSchlag

Topthema im Januar: Frauen im Kfz-Gewerbe mehr

EXTRA

Jetzt neu: Fachbücher als eBook!

Einige unserer Praxishandbücher und Ratgeber können Sie jetzt auch als eBook bestellen! mehr

Marktplatz

Frische Ware

Auf dem neuen AUTOHAUS Marktplatz finden Sie alle Spezialisten und Dienstleister für ein erfolgreiches Kfz-Geschäft. mehr

Akademie aktuell

AUTOHAUS Perspektiven 2012

Auf den Perspektiven 2012 erfahren Sie von Prof. Hannes Brachat, wie Sie Ihr Autohaus auf Erfolgskurs bringen. Anmeldung und Termine

Social Media

Besuchen Sie AUTOHAUS auf Facebook!

"Gefällt mir" – jetzt am virtuellen Stammtisch über bunte Branchenthemen diskutieren! mehr