Dienstag, 07.02.2012
20.12.2007
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Rußfilterskandal

Kfz-Gewerbe wehrt sich gegen andauernde Kritik von Niko Ganzer

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat sich heute in einer Mitteilung gegen die "andauernde Kritik an den Kfz-Meisterbetrieben" durch die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wegen Schwierigkeiten beim Austausch mangelhafter Rußpartikelfilter verwahrt. Dies verdecke die Realität des Filterskandals und stelle die Falschen an den Pranger. Man stehe zu der Zusage eines sofortigen Austauschs. "Was in elf Monaten verbaut wurde, kann nicht in wenigen Tagen vollständig getauscht werden", sagte ZDK-Sprecher Helmut Blümer. Es sei zudem bekannt, dass es lediglich für 70 Prozent der mangelhaften Systeme derzeit Ersatzlösungen anderer Hersteller gebe. Rund 12.000 Autofahrern könne man daher nur eine schriftliche Zusage des Austauschs geben. Mitgliedsbetriebe, die trotz eines existierenden Ersatzsystems einen Austausch verweigerten, seien Einzelfälle. Der ZDK gehe derzeit rund dreißig Beschwerden nach, die sukzessive abgearbeitet würden. Blümer kündigte an, Ende Januar gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium eine erste Zwischenbilanz des Austauschs vorzulegen. Die DUH hatte heute erneut scharfe Kritik an der von ZDK, GVA und den zuständigen Ministerien ausgehandelten Kulanzlösung geübt. Die weitere Gewährung von Steuernachlässen für unwirksame Filter erfülle den Straftatbestand der so genannten "Haushaltsuntreue", hieß es in einer Mitteilung. Der Verband kündigte deshalb rechtliche Schritte gegen die Finanzbehörden an, und forderte gleichzeitig betroffene Autofahrer auf, ihre bereits erhaltene Steuerersparnis freiwillig zurückzuzahlen und damit faktisch "Selbstanzeige" zu erstatten. Zudem sollten sie sofort ihre Ansprüche gegenüber der Einbauwerkstatt "in Absprache mit ihren Anwälten" einfordern. Den ca. 30 Prozent der betroffenen Autohalter, für die es derzeit kein Ersatzsystem gibt, rät der Verband die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes zu verlangen. Jaguar auf "Schmuddelliste" Die für Anfang 2008 angekündigten Ersatzsysteme seien eine "Fata Morgana", sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. Das neuerliche Zulassungsverfahren dauere mindestens vier bis sechs Monate. Es werde offensichtlich "mit neuerlichen Lügen und Falschaussagen weiter auf Zeit gespielt", monierte Resch. Daher werde der Verband nun die Namen der Werkstätten, die einen Austausch verweigern, auf seiner Homepage im Internet veröffentlichen. Auf dieser "Schmuddelliste" finden sich derzeit neben 14 Betrieben auch die Jaguar Deutschland GmbH. (ng)

 
 
 

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